Mordprozess in Ellwangen: Mann soll Ehefrau erschossen haben
- Der Angeklagte soll am 18. Geburtstag des ältesten Kindes auf seine Ehefrau geschossen haben
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Ellwangen. Vor dem Landgericht Ellwangen hat ein Mordprozess begonnen, der wegen der Schwere der Tat und des großen Sicherheitsaufgebots auch in der Region Aufmerksamkeit auslöst. Angeklagt ist ein 37 Jahre alter Mann, der seine Ehefrau am 10. Februar in Schrozberg im Kreis Schwäbisch Hall mit einem Kopfschuss getötet haben soll.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Mann seiner 38 Jahre alten Frau hinter dem gemeinsam betriebenen Dönerimbiss auf einer Feuertreppe aufgelauert haben. Als sie den Imbiss verlassen wollte und zur gemeinsamen Wohnung hinaufstieg, soll er aus einer Entfernung von etwa 40 bis 50 Zentimetern mit einer Pistole vom Typ Walther PPK in ihre Stirn geschossen haben. Die Frau starb noch am Tatort.
Staatsanwaltschaft wirft Heimtücke vor
Die Anklage geht von Mord aus. Die Staatsanwaltschaft nennt Heimtücke und niedrige Beweggründe. Als Motiv wird Eifersucht genannt. Der Angeklagte habe sich laut Anklage in seiner Ehre gekränkt gesehen und das Verhalten seiner Frau bestrafen wollen.
Zum Prozessauftakt wurde zunächst nur die Anklage verlesen. Nach Gerichtsangaben stammen der Angeklagte und das Opfer aus demselben Dorf in der Türkei und gehören der Volksgruppe der Kurden an. Der Mann besitzt laut Anklage die deutsche und die türkische Staatsangehörigkeit.
Weitere Verhandlungstage bis Ende September
Das Paar hatte den Angaben zufolge drei gemeinsame Kinder im Alter von 9, 16 und 18 Jahren. Die Tat soll sich ausgerechnet am Geburtstag des ältesten Kindes ereignet haben. Bis Ende September sind noch fünf weitere Verhandlungstage geplant. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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