Mordanklage in Bonn: Fall um Leiche und Baby vor Gericht
- Das Landgericht Bonn muss im Fall einer zerstückelten Leiche über die Zulassung der Anklage wegen Mordes entscheiden. (Archivbild)
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Bonn. Im Fall einer zerstückelten Frauenleiche und eines unverletzt gefundenen Babys hat die Staatsanwaltschaft in Bonn Anklage wegen Mordes und wegen Aussetzens eines hilflosen Kindes erhoben.
Beschuldigt ist ein Mann, der zur Tatzeit 41 Jahre alt war. Das bestätigte Staatsanwalt Martin Kriebisch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Über die Zulassung der Anklage muss nun das Landgericht Bonn entscheiden.
Funde in drei Bundesländern
Die Ermittlungen hatten wegen mehrerer Fundorte für Aufsehen gesorgt. Mitte November waren zunächst die abgetrennten Hände der 32 Jahre alten Frau aus Eritrea an der A45 bei Olpe entdeckt worden. Anfang Dezember wurde die Leiche ohne Hände und Kopf in Monreal in Rheinland-Pfalz gefunden. Den Kopf fanden Müllsammler an der A4 in Nordrhein-Westfalen.
Das drei Monate alte Baby der Frau war unverletzt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms entdeckt worden. Die Fundorte lagen in drei verschiedenen Bundesländern und teils weit voneinander entfernt.
Frau lebte zuletzt in Bonn
Die 32-Jährige hatte zuletzt in einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft in Bonn gelebt. Der tatverdächtige Lebensgefährte hatte sich nach Äthiopien abgesetzt und war später nach Deutschland ausgeliefert worden.
Zu den Hintergründen der Tat und zu dem Ort, an dem die Frau getötet wurde, ist bislang nichts bekannt. Mit der Anklage beginnt nun der nächste Schritt in dem Verfahren. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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