Mord in Witten? Was bisher über den tödlichen Messerangriff bekannt ist
- Mord oder Totschlag in Witten: Die Polizei ermittelt zu einem tötlichen Messerangriff innerhalb einer Familie
- Foto: Polizei
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Witten. Montag, zwei Tage nach dem tödlichen Messerangriff, welcher die Menschen in Witten schwer erschütterte: Mittlerweile ist der Ort des Geschehens zum Gedenkort mutiert. Viele Blumen, aber auch Spielzeugautos, Briefe und Kuscheltiere werden immer noch an der Straße abgelegt.
Der tatverdächtigte Vater sitzt in U-Haft. Die Ermittlungen konzentrieren sich vor allem auf mögliche Motive des 40-jährigen Deutschen. Dieser mache weiterhin von seinem Schweigerecht Gebrauch und habe sich bisher nicht zur schrecklichen Tat geäußert, so die Staatsanwaltschaft Bochum.
Die Ermittler der Mordkommision gehnen davon aus, dass es am Samstagvormittag in der Familiewohnung zu einem Streit kam - Grund unbekannt. Zeugen waren auf Schreie in einer Wohnstraße aufmerksam geworden und hatten die Tat beobachtet. Momentan wird dem 40-Jährigen Totschlag und zweifacher versuchter Totschlag vorgeworfen. „Wir wissen derzeit nur, dass er zugestochen hat und gehen von einer Tötungsabsicht aus“, so Staatsanwalt Jan Finke. Die Hintergründe und der Ablauf des Geschehens seien aber noch Gegenstand laufender Ermittlungen. Wo die Tat begonnen habe, werde ebenfalls noch untersucht. „Wir haben eine Spurenlage im Haus“, erläuterte Finke.
Laut Polizeisprecher Marco Bischoff hatten sich circa 20 Nachbarn und Menschen aus dem Umfeld des Tatorts bei der Polizei gemeldet - teilweise stark traumatisiert. Infolge dessen würden die Zeugenvernehmungen mehr Zeit benötigen. „Es ist ein tragischer Fall und ein schlimmer Verdacht."
"Der Westen" recherchierte, dass die vier eigentlich zusammen mit ihrem Familienhund in den Osterurlaub fahren wollten, die Koffer seien bereits gepackt gewesen. Das wollte die Polizei dem WDR so nicht bestätigen, dafür sei es noch zu früh.
„Derzeit ist für uns nicht erkennbar, was der Auslöser für das Verbrechen war“, erklärte Finke gegenüber der „Bild“. Einer Trennung des Paares, die kurzzeitig als Gerücht umging, widersprach er. Der Vater war bislang ohne jede Vorstrafe.
Mutter und Tochter im Krankenhaus stabil
Die 38 Jahre alte Mutter und die neunjährige Tochter sind inzwischen außer Lebensgefahr. Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum. Beide müssen weiterhin im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt werden, seien aber stabil.
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Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |
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