Missbrauchsprozess in Ellwangen: Islamischer Religionslehrer angeklagt
- Ein islamischer Religionslehrer steht wegen mehrfachen sexuellen Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung ab Mittwoch vor Gericht. (Symbolbild)
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Ellwangen. Vor dem Landgericht Ellwangen beginnt am Mittwoch, 15. April, ein Prozess wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs gegen einen islamischen Religionslehrer. Dem 35 Jahre alten deutschen Staatsbürger wird vorgeworfen, sich in 27 Fällen an Jungen vergangen zu haben.
Laut Anklage soll der Mann in seiner Funktion als sogenannter Hoca mehrere Kinder missbraucht haben. Die Taten sollen sich in Giengen an der Brenz und im Raum Stuttgart ereignet haben. Betroffen sind nach Gerichtsangaben acht Jungen im Alter von 12 Jahren und älter.
Schwere Vorwürfe gegen den Angeklagten
Die Ermittler werfen dem Mann unter anderem schweren sexuellen Kindesmissbrauch und Vergewaltigung vor. Laut Anklage soll es zu Oralverkehr und wechselseitigen Massagen gekommen sein. Zusätzlich stehen Misshandlungen im Raum. Einzelne Kinder sollen laut Vorwürfen bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden sein.
Der Angeklagte sitzt seit Mitte Januar in Untersuchungshaft.
Acht Verhandlungstage geplant
Für das Verfahren hat das Landgericht insgesamt acht Verhandlungstage angesetzt. Die betroffenen Jungen sollen voraussichtlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen. Ein Urteil in dem Prozess könnte im Mai fallen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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