Mendig: Verirrte müssen für ihre Rettung rund 1.000 Euro zahlen
- Das Tunnelsystem unter Mendig ist weit verzweigt - und man kann schnell die Orientierung verlieren.
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Mendig. Für die drei aus einem Lava-Tunnel geretteten jungen Männer dürfte der Ausflug teuer werden: In Mendig rechnet die Verbandsgemeinde für den Feuerwehreinsatz mit rund 1.000 Euro. Zusätzlich prüft die Polizei ein Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Hausfriedensbruchs.
Die drei jungen Erwachsenen aus Nordrhein-Westfalen im Alter von 18 bis 21 Jahren hatten sich am Mittwoch, 8. Juli, unerlaubt Zugang zu dem weit verzweigten unterirdischen Höhlensystem verschafft und sich dort verirrt. Kurz nach 16 Uhr setzten sie an einem Schacht einen Notruf ab. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst starteten daraufhin eine Suchaktion.
Aufwändige Suche unter der Erde
Nach Angaben der Verbandsgemeinde waren 13 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Mendig an der Rettung beteiligt. Um den Aufenthaltsort der Vermissten einzugrenzen, fuhren die Helfer mehrere Schächte an und werteten unter anderem aus, wie sich der Schall von Martinshörnern unter Tage ausbreitete. Mithilfe ortskundiger Experten konnten die Männer schließlich über das Besucherbergwerk sicher ins Freie geführt werden. Sie waren unterkühlt, blieben aber unverletzt.
Stollensystem nur mit Führung erlaubt
Bürgermeister Jörg Lempertz mahnte, das unterirdische Stollensystem sei „kein Abenteuerspielplatz“. Wer die weitläufigen Felsenkeller ohne ortskundige und autorisierte Begleitung betrete, bringe sich und andere in erhebliche Gefahr.
Die unterirdischen Felsenkeller von Mendig erstrecken sich in rund 32 Metern Tiefe über etwa drei Quadratkilometer. Das ehemalige Basaltlava-Bergwerk darf nur im Rahmen geführter Besichtigungen betreten werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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