Haft nach Kontrolle in Rheinfelden: Verdacht gegen 59-Jährigen
- Der Grenzübergang zwischen Deutschland und der Schweiz war über Stunden gesperrt. (Archivbild)
- Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Rheinfelden. Autofahrer können den Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn wieder nutzen: Nach dem Sprengstoffverdacht bei Rheinfelden sitzt ein 59-Jähriger inzwischen in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Karlsruhe erließ nach Angaben der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den Mann.
Der 59-Jährige war nach dem Grenzübertritt aus der Schweiz nach Deutschland kontrolliert worden. Mit im Auto saß sein 14 Jahre alter Sohn. Gegen den Jugendlichen ermitteln die Behörden ebenfalls. Er wurde der Obhut des Jugendamts übergeben.
Keine gefährlichen Stoffe am Grenzübergang gefunden
Der Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn war am 9. September über Stunden gesperrt. Sprengstoffspürhunde hatten bei der Kontrolle eines Autos mit deutscher Zulassung angeschlagen. Am Abend gab die Polizei Entwarnung. Bei der Kontrolle seien keine gefährlichen Stoffe gefunden worden. Die Autobahn wurde danach wieder freigegeben.
Ermittlungen wegen mutmaßlich illegaler Waffen
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 59-Jährigen Straftaten nach dem Waffengesetz vor. Gegen ihn bestand demnach ein behördliches Waffenbesitzverbot. Bei Wohnungsdurchsuchungen im Murgtal fanden Ermittler im Vorfeld der Festnahme verbotene Waffen. Außerdem wurde dort eine pulvrige Substanz entdeckt. Sie wird kriminaltechnisch untersucht. Eine erste Analyse deutet laut Staatsanwaltschaft darauf hin, dass es sich um eine explosive Mischung handeln könnte.
Der Grenzübergang liegt auf der Rheinfelder Brücke zwischen Rheinfelden in Baden und Rheinfelden in der Schweiz. Er wird täglich von rund 30.000 Fahrzeugen genutzt. Die stundenlange Sperrung der A861 hatte auf beiden Seiten der Grenze kilometerlange Staus ausgelöst. Ob ein politischer Hintergrund vorliegt, ist weiter Gegenstand der Ermittlungen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |