Großeinsatz nahe Schramberg: Waldbrand noch nicht unter Kontrolle
- Bislang ist erst ein Teil des Feuers unter Kontrolle.(Handout)
- Foto: Marius Daute/Feuerwehr Rottweil/dpa
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Schramberg. Für Anwohner nahe dem Brandgebiet bleibt die Lage angespannt: An einem steilen Hang bei Schramberg im Landkreis Rottweil brennt weiter Wald, ein Ende des Feuerwehreinsatzes ist nach Angaben der Einsatzkräfte derzeit nicht absehbar.
Das Feuer war am 16. August am späten Nachmittag zunächst als kleiner Vegetationsbrand gemeldet worden. In der Nacht breitete es sich dann deutlich aus. Inzwischen sind nach Polizeiangaben rund zehn bis zwölf Hektar betroffen. Hohe Rauchwolken waren über der Schwarzwald-Gemeinde zu sehen.
Schwierige Löscharbeiten im Steilhang
Die Flammen schlagen weiter durch die Bäume an dem schwer zugänglichen Hang. Mehrere Hundert Feuerwehrleute bekämpfen den Brand von verschiedenen Seiten, um eine Ausbreitung in Richtung der angrenzenden Wohnbebauung zu verhindern. Die rechte Flanke ist nach Angaben der Feuerwehr weitgehend unter Kontrolle. Auf der linken Seite gibt es weiter zwei größere Problemstellen. Eine davon liegt in der Nähe einer Hochspannungsleitung, die vorsorglich abgeschaltet wurde.
Das Gelände erschwert den Einsatz erheblich. Nicht alle Brandherde sind direkt erreichbar, weil die Hänge sehr steil sind. Deshalb wird das Feuer auch aus der Luft bekämpft. Ein Polizeihubschrauber nimmt im Schwebeflug Löschwasser auf und wirft es über den Flammen ab. Zusätzlich unterstützt die Feuerwehr Reutlingen mit einem geländegängigen Unimog, der auch im Wald während der Fahrt löschen kann.
Wasserversorgung bleibt ein Problem
In der Nacht waren rund 330 Feuerwehrleute im Einsatz, inzwischen wurden Kräfte abgelöst. Etwa 80 Fahrzeuge unterstützen die Löscharbeiten. Auch Landwirte helfen mit Gülle- und Wasserfässern. Nach Angaben der Feuerwehr gab es Probleme mit der Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz. Deshalb nutzt der Einsatz ein spezielles Löschwassersystem der Berufsfeuerwehr. Wasser kam unter anderem auch aus einem Löschteich und aus dem Freibad im Stadtteil Tennenbronn.
Appell an die Bevölkerung
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr rief die Menschen in Schramberg dazu auf, zu Hause zu bleiben, Fenster zu schließen und Klimaanlagen auszuschalten, damit möglichst wenig Ruß und Rauch in Gebäude gelangt. Die Stadt betonte, dass alles getan werde, um die Wohnbebauung vor einer Ausbreitung des Brandes zu schützen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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