Großbrand in Neumünster: 300 Kräfte 58 Stunden im Einsatz
- Ein Großbrand in einem Lagerhallenkomplex in Neumünster-Wittorf hat die Feuerwehr rund 58 Stunden lang beschäftigt. In der Spitze waren etwa 300 Einsatzkräfte vor Ort, drei Hallen brannten vollständig aus.
- Foto: Feuerwehr Neumünster
- hochgeladen von Jens Vollmer
Neumünster. Am Dienstag, 30. Juni, kam es gegen 8.18 Uhr in einem Lagerhallenkomplex in der Wrangelstraße im Stadtteil Wittorf zu einem Großbrand.
Wie die Feuerwehr Neumünster berichtet, stand beim Eintreffen der ersten Kräfte der rückwärtige Bereich der ersten von drei Hallen bereits in Vollbrand. Die Flammen griffen schon auf eine zweite Halle über, die unter anderem als Werkstatt genutzt wurde. Die Brandbekämpfung begann zunächst im Innenangriff und über eine Drehleiter. Wegen der raschen Ausbreitung des Feuers musste der Innenangriff aber schnell abgebrochen werden. Danach löschten die Einsatzkräfte von außen mit mehreren Strahlrohren, vier Hubrettungsfahrzeugen mit Wasserwerfern und weiteren Großwasserwerfern.
Im weiteren Verlauf brannten zwei Hallen vollständig. Die Werkstatt-Halle stürzte im Brand ein. Ein Übergreifen auf die dritte Halle ließ sich wegen der baulichen Gegebenheiten nicht verhindern, auch sie geriet später komplett in Brand. In zwei Hallen lagerten große Mengen akkubetriebener Geräte. Das erschwerte die Arbeiten erheblich und machte den Einsatz besonders personalintensiv. Unterstützt wurden die Neumünsteraner Kräfte von Feuerwehren und weiteren Einheiten aus den Kreisen Segeberg, Plön und Rendsburg-Eckernförde sowie aus Kiel, Lübeck, Hamburg und von mehreren Spezialorganisationen.
In der Spitze waren rund 300 Einsatzkräfte gleichzeitig vor Ort. Um Glutnester zu erreichen, wurden die Hallen mit Baggern schrittweise zurückgebaut. Wegen der starken Rauchentwicklung, die zeitweise über mehrere Kilometer sichtbar war, wurde die Bevölkerung über MoWaS gewarnt. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben, Lüftungs- und Klimaanlagen ausgeschaltet werden. Auch die nahe Bahnstrecke wurde vorübergehend gesperrt. Die Stadtwerke schalteten das Gebäude komplett stromlos. Erst am Donnerstag, 2. Juli, war der Einsatz gegen 18.00 Uhr beendet. Insgesamt dauerte der Großeinsatz rund 58 Stunden.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |