Großbrand bei Bad Sobernheim: 400 Tonnen Kunststoff brennen
- In der Lagerhalle brennt Kunststoff.
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Bad Sobernheim. Wegen eines Großbrands auf dem Gelände des früheren Bundeswehrflughafens Pferdsfeld sind Feuerwehr und Polizei seit Sonntag, 9. August, im Großeinsatz. Im Industriegebiet Pferdsfeld stand eine rund 840 Quadratmeter große Lagerhalle nach Angaben der Polizei beim Eintreffen der Feuerwehr gegen 7.30 Uhr bereits vollständig in Flammen.
In der Halle lagerten laut Unternehmen rund 400 Tonnen PLA-Kunststoff. Dabei handelt es sich um Polylactid, das in kleinen Päckchen aufbewahrt wurde. Nach Angaben der Feuerwehr lief brennender, teils verflüssigter Kunststoff aus dem Gebäude. Zugleich entstand in dem dicht gelagerten Material eine enorme Hitze.
Löschwasserreserven auf Flugplatzgelände helfen
Die Einsatzkräfte setzten mehrere Wasserwerfer ein und gaben zeitweise bis zu 5000 Liter Löschwasser pro Minute auf die Halle ab. Nach Angaben von Einsatzleiter Max Kraushaar half dabei die Infrastruktur des ehemaligen Militärflugplatzes. Neben der normalen Trinkwasserleitung gibt es dort weiterhin eine eigene Löschwasserleitung. Auch große Zisternen aus der Zeit des Bundeswehrflughafens sind noch funktionsfähig.
Weil viele Einsatzkräfte das Gelände von Übungen kennen, konnten die Löschwasserreserven schnell genutzt werden. Dadurch war der Brand vergleichsweise rasch unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten sollten jedoch noch den gesamten Sonntag andauern. Immer wieder entzündete sich Kunststoffgranulat erneut. Auch das Ausräumen der großen Mengen aus der beschädigten Halle gilt als schwierig.
Die Brandursache war zunächst unklar. Unternehmen und Polizei schätzen den Schaden derzeit auf rund 600000 Euro. Bereits am Samstag, 8. August, hatte es weitere Brände in der Region gegeben. Bei Sankt Wendel brannten mehrere Gartenhäuschen ab. Drei Helfer der freiwilligen Feuerwehr wurden dabei laut Polizei leicht verletzt. Bei Bad Kreuznach brannten Heuballen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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