Grenzkontrollen in Niedersachsen: 3293 unerlaubte Einreisen
- Die Bundespolizei bilanziert die Grenzkontrollen zwischen Niedersachsen und den Niederlanden: Seit September 2024 wurden 3293 unerlaubte Einreisen beobachtet und 2144 Menschen zurückgewiesen.
- Foto: Symbolfoto Cornelia Bauer
- hochgeladen von Jens Vollmer
Bad Bentheim. Am Donnerstag, 8. Oktober, hat die Bundespolizeidirektion Hannover ihre Bilanz der vorübergehenden Grenzkontrollen zwischen Niedersachsen und den Niederlanden veröffentlicht. Seit dem 16. September 2024 beobachteten die Einsatzkräfte dort 3293 unerlaubte Einreisen einschließlich entsprechender Versuche. In 2144 Fällen verhinderten sie die Einreise durch Zurückweisungen.
Nach Angaben der Bundespolizeidirektion Hannover nahmen die Beamten im gesamten Zeitraum 134 mutmaßliche Schleuser fest. Zudem trafen sie 149 Personen mit Wiedereinreisesperre an, vollstreckten 814 offene Haftbefehle und erzielten 96 Fahndungstreffer bei Personen aus dem links-, rechts- und ausländerextremistischen oder islamistischen Spektrum.
Für den Zeitraum von Donnerstag, 8. Mai 2025, bis einschließlich Mittwoch, 30. September, weist die Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim 2142 unerlaubte Einreisen und 1381 Zurückweisungen aus. Darunter waren fünf Zurückweisungen nach dem Asylgesetz. Zwölf Menschen aus vulnerablen Gruppen mit Asylgesuch wurden an zuständige Stellen oder Erstaufnahmeeinrichtungen weitergeleitet. Außerdem nahm die Bundespolizei 89 mutmaßliche Schleuser fest, traf 85 Personen mit Wiedereinreisesperre an, bearbeitete 514 offene Haftbefehle und erzielte 76 Fahndungstreffer im extremistischen Spektrum.
Die Kontrollen an den deutschen Schengen-Binnengrenzen werden nach Anordnung des Bundesinnenministeriums fortgesetzt. Sie erfolgen laut Bundespolizei flexibel, rund um die Uhr sowie uniformiert und zivil zu Land, zu Wasser und aus der Luft. Die September-Zahlen beruhen auf einem Sondermeldedienst und können sich durch Nacherfassungen noch geringfügig ändern.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |