Geheime Schatzsuche mit Metalldetektoren: Polizei zerschlägt mutmaßliches Netzwerk
- Ermittler zerschlagen Netzwerk mutmaßlicher Raubgräber. (Foto-Handout)
- Foto: Dettenmeyer/SDMG/dpa
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Stuttgart. Ermittler gehen verstärkt gegen illegale Raubgrabungen vor. In mehreren Bundesländern und in Österreich haben Behörden ein mutmaßliches Netzwerk ausgehoben, das archäologische Funde illegal verkauft haben soll.
Nach Angaben des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und der Staatsanwaltschaft Stuttgart durchsuchten Ermittler am Mittwoch, 22. April, Wohn und Geschäftsräume in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Rheinland-Pfalz sowie in Niederösterreich. In einem Gebäude wurden außerdem historische Schusswaffen sichergestellt.
Mehrere Personen stehen im Verdacht, gegen das Kulturgutschutzgesetz verstoßen zu haben. Dieses Gesetz verbietet Handel und Weitergabe von Kulturgütern, wenn sie ohne Genehmigung geborgen oder unrechtmäßig erlangt wurden. Die Behörden gehen davon aus, dass das Netzwerk über längere Zeit systematisch archäologische Objekte geborgen und anschließend verkauft hat.
Fundorte in mehreren europäischen Ländern
Nach bisherigen Erkenntnissen suchten die mutmaßlichen Täter gezielt archäologisch bedeutsame Orte auf.
- Fundstellen in Deutschland
- archäologische Orte in Österreich
- Stätten in Spanien
Dort sollen sie mit Metalldetektoren nach historischen Gegenständen gesucht haben. Teilweise sollen auch Unterwassererkundungen eingesetzt worden sein, um Objekte zu bergen.
Der Ausgangspunkt der Ermittlungen liegt im Juni. Damals stellten Ermittler bei zwei Männern eine Vielzahl archäologischer Gegenstände sicher. Nach einer ersten Einschätzung befanden sich darunter auch bedeutende Kulturgüter. Genauere Details nannten die Behörden zunächst nicht.
Das Landeskriminalamt betonte, dass sogenannte Sondengänge ohne Genehmigung strafbar sind. Wer gezielt nach archäologischen Objekten sucht und diese mitnimmt oder verkauft, begeht nach Angaben der Ermittler eine Straftat. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |