Ganz Reutlingen hat wieder Strom
- Als Ursache des Feuers wird Brandstiftung vermutet. (Archivbild)
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Reutlingen. Nach dem großflächigen Stromausfall sind inzwischen wieder alle Haushalte und Betriebe mit Energie versorgt. Auch die zuletzt betroffenen Gewerbekunden wurden am Mittwochabend, 10. Juni, wieder an das Netz angeschlossen.
Nach Angaben der Netzbetreiber FairNetz und Netze BW erhielten rund 50 Gewerbekunden am späten Mittwochabend wieder Strom. Bereits am Dienstag, 9. Juni, waren die privaten Haushalte durch provisorische Netzstrukturen wieder angeschlossen worden.
Auslöser des Ausfalls war ein Brand in einem Umspannwerk in der Nacht auf Montag, 8. Juni. Zunächst fiel ein Transformator aus. Kurz darauf kam es laut Betreibern zum Ausfall der gesamten Anlage. Die Störung weitete sich anschließend auf große Teile des Reutlinger Stadtgebiets aus.
In der Spitze waren rund 20.000 Haushalte im Netzgebiet der FairNetz ohne Strom. Auch ein Krankenhaus sowie zahlreiche Industrie und Gewerbebetriebe waren zeitweise betroffen.
Ermittler vermuten Brandstiftung
Die Ermittlungen von Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Stuttgart deuten inzwischen auf Brandstiftung hin. Nach bisherigen Erkenntnissen drangen ein oder mehrere Täter auf das Gelände des Umspannwerks ein und legten an mehreren Stellen Feuer.
Nach Angaben des Landeskriminalamts wurde dabei ein Brandbeschleuniger verwendet. Dieser wurde am Tatort sichergestellt und wird derzeit untersucht. Insgesamt entdeckten Ermittler drei Brandstellen. Auch der Zaun und Bereiche des Geländes vor der Anlage wurden beschädigt. Ein Bekennerschreiben liegt bislang nicht vor.
Arbeiten im Umspannwerk dauern an
Obwohl die Stromversorgung inzwischen vollständig wiederhergestellt ist, dauern die Arbeiten an der Anlage weiter an. In den kommenden Tagen und Wochen sollen weitere Schäden beseitigt werden. Ziel ist es, das Umspannwerk schrittweise wieder in den regulären Betrieb zu überführen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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