Festnahme im Flugzeug in Stuttgart: Passagiere applaudieren
- Nach der Festnahme muss der Betrunkene die Nacht in einer Polizeizelle verbringen. (Symbolbild)
- Foto: Marijan Murat/dpa
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Stuttgart. Für 227 Passagiere endete ein Flug von Paris nach Sofia mit einer ungeplanten Zwischenlandung in Stuttgart, weil ein betrunkener 19-Jähriger an Bord randaliert haben soll. Nach Angaben der Polizei musste die Maschine in der Landeshauptstadt landen. Beamte nahmen den Mann nach der Landung im Flugzeug fest. Von den Reisenden wurde der Einsatz mit Applaus begleitet.
Crew und Passagiere fesseln Mann während des Fluges
Bereits in der Luft hatte die Crew den 19-Jährigen gemeinsam mit einigen Passagieren mit Kabelbindern gefesselt. Nach der Landung stiegen mehrere Beamte über eine Feuertreppe in das Flugzeug. Bei der Festnahme habe der Mann Widerstand geleistet. Dabei soll er leichte Verletzungen erlitten haben.
Ein Alkoholtest ergab nach Polizeiangaben etwa 1,5 Promille. Der 19-Jährige musste die Nacht in einer Polizeizelle verbringen. Auch zwei Begleiter des Mannes hätten sich während des Fluges „lautstark aufgeführt“. Sie seien aber selbstständig und ohne Probleme aus der Maschine ausgestiegen.
Keine Verletzten unter Passagieren und Crew
Nach Angaben der Polizei wurde durch den aggressiven 19-Jährigen keiner der 227 Passagiere und sieben Crewmitglieder verletzt. Für Fluggäste zeigt der Fall, dass Crews in solchen Situationen rechtlich handeln können. Nach dem deutschen Luftsicherheitsgesetz darf der Pilot das Fesseln eines Passagiers anordnen, wenn dieser Menschen angreift oder Sachen beschädigt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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