Brand in Dobel: 267 Patienten aus Rehaklinik gerettet
- Die Feuerwehr musste an der Brandstelle die Raumdecke öffnen.
- Foto: Steffi Stocker/Kreisfeuerwehr Calw/dpa
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Dobel. 267 Patientinnen und Patienten sind in der Nacht zum 3. Oktober nach einem Brand in einer Rehaklinik im Landkreis Calw in Sicherheit gebracht worden. Vier Menschen kamen mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung in Krankenhäuser.
Die Brandmeldeanlage des Gesundheitszentrums löste gegen 23.15 Uhr Alarm aus. Auf der Anfahrt sei bereits Rauch sichtbar gewesen, sagte Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant Sven Schatz. Beschäftigte der Fachklinik für Orthopädie und Onkologie begannen schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit der Räumung. Die Rettungsleitstelle rief einen Massenanfall von Verletzten und Versorgungsbedürftigen aus.
Patient im Rollstuhl half beim Löschen
Feuerwehrleute fanden den Brandherd hinter einer Stationstür im ersten Stock. Dort hatte ein Patient im Rollstuhl gemeinsam mit einer Pflegekraft bereits versucht, die Flammen zu löschen. Nach Angaben einer Feuerwehrsprecherin holte der Patient den Schlauch einer Steigleitung aus der Wandhalterung und richtete ihn auf das Feuer.
Mit einer Wärmebildkamera suchten die Einsatzkräfte nach weiteren Glutnestern. Um den Brandherd zu erreichen, öffneten sie Teile der Decke. Anschließend kontrollierten sie alle Zimmer der betroffenen Station einzeln.
40 Zimmer vorerst nicht nutzbar
Nach dem Löschen wurden die Patientinnen und Patienten im Foyer registriert und medizinisch untersucht. 32 Menschen brachte ein Bus in andere Gebäude des Gesundheitszentrums. Die übrigen kehrten schrittweise in ihre Zimmer zurück.
Rund 100 Einsatzkräfte waren bis 6.30 Uhr im Einsatz. Die betroffene Station bleibt wegen des starken Rauchgeruchs zunächst gesperrt. Derzeit sind 40 Zimmer unbewohnbar und müssen gereinigt werden. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Der Schaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |