Brand im Umspannwerk Reutlingen: Hinweise auf gezielte Sabotage
- Die Polizei ermittelt zur Brandursache.
- Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Reutlingen. Zehntausende Menschen waren ohne Strom. Nach dem Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen rückt nun ein möglicher politischer Hintergrund in den Fokus der Ermittler.
In der Nacht zu Montag, 8. Juni, brannte es im Umspannwerk Reutlingen West. Die Anlage fiel dadurch zeitweise aus. Laut einem Sprecher des Netzbetreibers Netze BW gibt es Hinweise auf Brandstiftung. Das Unternehmen betreibt das Umspannwerk gemeinsam mit dem regionalen Netzbetreiber FairNetz.
Hinweise auf linksextremistischen Hintergrund
Nach Einschätzung aus Sicherheitskreisen könnte das Feuer gezielt gelegt worden sein. Die Vorgehensweise deute auf linksextremistische Täter hin. Das erfuhr die Deutsche Presse Agentur aus Sicherheitskreisen.
Die Ermittler sehen demnach Parallelen zu ähnlichen Taten in Berlin. Dort hatte es im September sowie im Januar zwei mutmaßlich linksextremistisch motivierte Brandanschläge auf Anlagen der Stromversorgung gegeben.
Hinweise auf mögliche Drahtzieher im Ausland liegen den Sicherheitsbehörden nach derzeitigem Stand nicht vor.
Auswirkungen auf die Stromversorgung
Der Brand hatte in der Nacht spürbare Folgen für die Region. Zeitweise waren viele Haushalte und Betriebe ohne Strom.
Nach Angaben der Betreiber betraf der Ausfall unter anderem:
- zahlreiche Haushalte in Reutlingen
- Teile der lokalen Infrastruktur
- Betriebe im Versorgungsgebiet des Umspannwerks
Die Stromversorgung konnte später wieder hergestellt werden. Die Ermittlungen zur genauen Ursache und zu möglichen Tätern dauern an. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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