Bombenentschärfung in Koblenz: Evakuierung am Moselbogen
- Der Blindgänger wurde bei Arbeiten im Rhein entdeckt und befindet sich derzeit auf dem Baggerschiff. (Symbolbild)
- Foto: Andreas Arnold/dpa
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Koblenz. Rund 1.100 Menschen müssen am heutigen Mittwoch, 8. April, rund um den Gülser Moselbogen ihre Wohnungen vorübergehend verlassen. Grund ist die Entschärfung einer 500 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe, die derzeit auf einem Baggerschiff liegt.
Der Blindgänger war bei Baggerarbeiten im Rhein entdeckt worden. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem intakten und einem abgebrochenen Zünder. Sie befindet sich aktuell auf einem Baggerschiff in einer Moselschleuse und soll dort auch entschärft werden.
Evakuierung startet um 8.30 Uhr
Die Räumung eines Sperrkreises von 1000 Metern beginnt am Mittwoch, 8. April, um 8.30 Uhr. Etwa 1100 Menschen sind betroffen.
Der Kampfmittelräumdienst entschied, dass der Blindgänger nicht vom Schiff verlegt werden darf. Deshalb muss die Entschärfung direkt auf dem Baggerschiff erfolgen. Am ursprünglichen Fundort im Rhein wäre der Aufwand deutlich größer gewesen. Nach Angaben der Stadt hätten dort rund 16.000 Menschen sowie zahlreiche Einrichtungen evakuiert werden müssen.
Diese Bereiche sind betroffen
Zu den Bereichen im Sperrkreis gehören unter anderem
- ein Teil des Koblenzer Stadtteils Lay
- die dortige Kindertagesstätte
- der Campingplatz Güls
- der Sportboothafen
- die Bahnstrecke entlang der Mosel
- die Bundesstraßen 416 und 49
Die Bundesstraße 327 bleibt laut Stadt weiterhin befahrbar.
Für Kinder aus der betroffenen Kita sowie weitere Anwohner werden im Stadtteil Lay Aufenthaltsmöglichkeiten organisiert. Wie lange die Entschärfung dauert, hängt vom Verlauf der Arbeiten des Kampfmittelräumdienstes ab. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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