Bergrettung bei Holzgau: Wanderer aus Ettlingen überlebt Schneenacht
- Der Verletzte wurde in eine Klinik nach Bayern geflogen. (Symbolbild)
- Foto: Julian Stratenschulte/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Holzgau. Eine aufwendige Suchaktion in den Tiroler Alpen hat einem Wanderer aus Baden-Württemberg das Leben gerettet. Der 48 Jahre alte Mann aus Ettlingen überstand schwer verletzt eine Nacht im Schnee auf rund 2200 Metern Höhe, bevor Einsatzkräfte ihn fanden.
Nach Angaben der österreichischen Polizei war der Mann am Dienstag, 9. Juni, am Morgen im Ort Bach nahe der bayerischen Grenze zu einer alleinigen Bergtour aufgebrochen. Als er am Abend nicht in seine Unterkunft zurückkehrte, alarmierte der Wirt die Rettungskräfte. Polizei, Feuerwehr und Bergretter starteten eine große Suchaktion. Auch Suchhunde und Drohnen kamen zum Einsatz.
Schlechtwetter erschwert die Suche
Die Suche musste in der Nacht wegen schlechten Wetters unterbrochen werden. Nebel und schwierige Bedingungen machten den Einsatz zu gefährlich. Erst am Mittwochmorgen, 10. Juni, konnte ein Hubschrauber mehrere Teams in das Suchgebiet bringen, nachdem sich der Nebel kurzzeitig gelichtet hatte.
Die Einsatzkräfte entdeckten den Schwerverletzten schließlich bei einem Bergsattel in einem Schneefeld. Nach ersten Erkenntnissen war der Wanderer im Bereich des 2388 Meter hohen Strahlkopfs über eine sehr steile und felsige Flanke abgestürzt. Die Unfallstelle liegt nahe der Gemeinde Holzgau.
Rettung nach Nacht bei null Grad
In der Nacht lagen die Temperaturen in der Höhe laut Flugrettungsgesellschaft ARA bei etwa null Grad. Trotzdem überlebte der Mann im Freien. Bergretter sprachen später von einem außergewöhnlichen Glücksfall.
Der Wanderer war ansprechbar, konnte sich laut Polizei jedoch nicht mehr an den Unfall erinnern. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Klinik nach Murnau in Bayern. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |