Wie eine Doku-Recherche in Rumänien plötzlich Folgen hatte

„Die Hunde-Mafia“ (ProSieben / Joyn). | Foto: ProSieben, Foto: ProSieben
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TV-Tipp. Manchmal kippt eine Geschichte in dem Moment, in dem jemand die Kamera draufhält: Bei den Dreharbeiten zur ProSieben- und Joyn-Dokumentation Die Hunde-Mafia bekam das Team nach Senderangaben Video-Beweise zugespielt, die Rumäniens Behörden auf den Plan riefen. PETA-Funktionärin Jana Hoger nennt den 5. März „absolut historisch“ und spricht von einer „so große Veränderung für die Hunde in Rumänien“.

„Die Hunde-Mafia“ begleitet Tierschutz-Creator @Nathan.Goldblat, der nach ProSieben-Angaben ein System rund um private Auffang- und Tötungsstationen untersucht. Konkret geht es um dokumentierte Verstöße gegen den Tierschutz in einer privaten Tiertötungsstation: Mitte Februar schloss die Nationale Veterinärbehörde (ANSVSA) die Einrichtung, mehr als 200 Tiere brachte man laut Mitteilung an andere Orte, und gegen den Betreiber erstatteten die Beteiligten Anzeige.

Schließungen, Razzia, Ermittlungen: was seit Februar passiert sein soll

Seit der Schließung Mitte Februar berichtet ProSieben von Demonstrationen und einer öffentlichen Diskussion in Rumänien über die Zukunft des Hundetötungssystems. Anfang März folgte laut Jana Hoger dann der nächste Schritt: „Behörden und Polizei durchsuchten die Tötungsstationen, sicherten Beweise und leiteten strafrechtliche Ermittlungen ein“ (Zitat | PETA-Funktionärin). In dem Shelter, um das es dabei geht, sollen etwa 800 Hunde untergebracht gewesen sein.

@Nathan.Goldblat ordnet die Abfolge so ein: „Das alles ist eine Kettenreaktion nach der Schließung der privatisierten Tötungsstation im Februar, die geschlossen wurde aufgrund unserer Recherchen und unserer Anzeige, die wir mit der Tierärztin Emma Stratulat im Rahmen der Doku eingereicht haben.“ (Zitat Nathan Goldblat | Tierschutz-Creator).

Worum es in „Die Hunde-Mafia“ inhaltlich geht

Die Doku greift laut ProSieben das Thema Straßenhunde in Rumänien auf: Tiere würden massenhaft eingefangen und eingesperrt, und alle getötet, die nicht innerhalb von 14 Tagen adoptiert werden. Für dieses „Hundemanagement“ nennt die Mitteilung im Schnitt 200 Euro pro gefangenem Tier für Betreiber der Auffang- und Tötungsstationen. Außerdem verweist ProSieben auf eine PETA-Schätzung: Seit Beginn der 2000er sollen mehr als 1,1 Millionen Hunde getötet worden sein. ProSieben und Joyn zeigen „Die Hunde-Mafia“ am Mittwoch, 15. April, um 20.15 Uhr, Produzent ist Film Five.

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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