Tourismus in Baden-Württemberg stagniert: Gäste kommen, bleiben aber kürzer
- Der Tourismus im Südwesten stagniert. (Archivbild)
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Stuttgart. Für Reisende und Gastgeber in Baden-Württemberg bleibt die Lage verhalten: Der Tourismus im Südwesten wächst kaum, obwohl die Reiselust nach Einschätzung der Branche weiter hoch ist. Im ersten Halbjahr zählten die Beherbergungsbetriebe knapp 11 Millionen Gästeankünfte. Das waren 0,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg in Stuttgart mit.
Die Zahl der Übernachtungen sank dagegen um 1,3 Prozent auf 26,3 Millionen. Damit bleiben Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und andere Betriebe zwar nahe am hohen Vorjahresniveau, spüren aber nach Angaben der TMBW eine zurückhaltendere Ausgabebereitschaft.
Inländische Gäste tragen den Großteil der Nachfrage
Nach Daten des Statistischen Landesamtes kamen 79 Prozent der Gäste aus dem Inland. 21 Prozent reisten aus dem Ausland an. Bei den Übernachtungen lag der Anteil inländischer Gäste mit 81,2 Prozent noch etwas höher, weil sie im Schnitt länger blieben als ausländische Reisende.
Christine Schönhuber, Geschäftsführerin der TMBW, sagte, man freue sich, „dass man das hohe Niveau des Vorjahres weitgehend halten konnte“. Zugleich sei auch im Tourismus aktuell eine gewisse Konsumzurückhaltung spürbar. „Dennoch bleibt die Reiselust insgesamt groß. Urlaubsreisen genießen weiterhin eine hohe Priorität.“
Nach Angaben von Schönhuber dürfte das langanhaltende Sommerwetter die Nachfrage in der Hauptsaison stabil gehalten haben. Für Betriebe im Land bleibt damit wichtig, dass viele Menschen trotz knapperer Budgets weiter Urlaub machen, aber offenbar genauer auf ihre Ausgaben achten. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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