Tatort: Mechthild Großmann warnt vor dem Schauspielberuf
- Mechthild Großmann: Die Schauspielerin spricht in einem Interview über die Schattenseiten ihres Berufs und das Älterwerden.
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Tatort. Mechthild Großmann kennt das Fernsehen-Publikum als Oberstaatsanwältin aus dem Münster-„Tatort“. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ rät die 77-jährige Schauspielerin jungen Menschen trotzdem von einer Karriere in der Schauspielerei ab.
„Meine Karriere hat einigermaßen geklappt, aber eigentlich rate ich immer allen von einer Karriere in der Schauspielerei ab“, sagt Großmann. Sie begründet das auch ganz praktisch: Der Beruf sei „außergewöhnlich anstrengend und mit Partnerschaft oder gar Kindern kaum zu schaffen“.
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Beim Älterwerden beschreibt Großmann ein gemischtes Gefühl. Statt wütend zu werden, „grinse“ sie heute in manchen Situationen, wenn es einem Gegenüber an Lebenserfahrung mangele. „Das hat wohl etwas mit dem Altern zu tun“, sagt sie.
Lesung in Dinklage: Predigt von 1941
Demnächst trägt Großmann in Dinklage eine Predigt des katholischen Bischofs Clemens August von Galen aus dem Jahr 1941 vor. Anlass ist sein 80. Todesjahr, von Galen war als „Löwe von Münster“ bekannt.
In der Predigt wandte sich von Galen unter anderem gegen die Ermordung von Menschen mit Behinderungen. „Ich bin so begeistert von der Klugheit der Rede und von dem Mut von Galens! An der katholischen Kirche kann man viel kritisieren, aber bei einem antifaschistischen Text ist es egal, woher er kommt“, sagt Großmann. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |