Sommerfest in Berlin: Baden-Württemberg präsentiert sich als Exportland

Cem Özdemir (Grüne) hat zum ersten Mal als Ministerpräsident das traditionelle Sommerfest der Landesregierung in Berlin eröffnet. | Foto: Carsten Koall/dpa
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Berlin. Für den Südwesten war das Sommerfest in Berlin erneut eine Bühne für Politik, Wirtschaft und Kontakte. In der baden-württembergischen Landesvertretung kamen am Donnerstag rund 1800 Gäste zur traditionellen „Stallwächterparty“ zusammen.

Erstmals eröffnete Ministerpräsident Cem Özdemir das Fest als Gastgeber. Zuvor hatte 15 Jahre lang sein Vorgänger Winfried Kretschmann die Veranstaltung eröffnet. Özdemir griff in seiner Rede ein zentrales Thema aus dem zurückliegenden Wahlkampf auf: den Abbau von Bürokratie. Bei baden-württembergischem Wein und Bier könne man viele Verabredungen treffen, um unnötige Regeln abzubauen und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, sagte er.

Wirtschaft im Mittelpunkt

Im Fokus stand in diesem Jahr Baden-Württemberg als Exportland. Das traf auch die Interessen vieler Wirtschaftsvertreter, die seit längerem zu viele Vorgaben kritisieren. Zu den Gästen zählten traditionell Minister, Abgeordnete, Unternehmensvertreter, Prominente und Medienschaffende. Die Landesvertretung gilt als politische Botschaft des Südwestens in der Hauptstadt.

Musik, Show und Begegnungen

Für das Bühnenprogramm war unter anderem Sängerin Vanessa Mai als besonderer Gast angekündigt. Außerdem gab es weitere Bands, eine Magiershow von Igor Dukadinovic und eine Karaokebar mit Travestie-Künstler Michael Panzer in seiner Rolle „Elfriede Schäufele“.

Sponsoren und Geschichte des Fests

Finanziert wird die Großveranstaltung aus Steuermitteln sowie durch Sponsoren und Lobbyisten. Auf der öffentlichen Sponsorenliste stehen mehr als 50 Partner, darunter Unternehmen aus der Autoindustrie, der IT-Branche, dem Bankensektor, der Pharmaindustrie und dem Lebensmittelhandel. Viele Firmen präsentierten sich auch mit eigenen Ständen. Schon vor der offiziellen Eröffnung schaute sich Özdemir bei einem Rundgang mit seiner Ehefrau Flavia Zaka mehrere davon an.

Die „Stallwächterparty“ gibt es seit 1964. Begonnen hatte sie in Bonn mit rund 70 Gästen als kleiner Dämmerschoppen für Beschäftigte von Ministerien und Abgeordnete, die in der Sommerpause Dienst hatten. Inzwischen zählt das Fest kurz vor der parlamentarischen Sommerpause zu den größten Sommerveranstaltungen in Berlin. Auch andere Bundesländer laden dort zu ähnlichen Empfängen ein. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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