Public Viewing in Stuttgarter Kirche: WM‑Spiel zieht Fans an
- Zum ersten Public Viewing erschienen mehr als 200 Besucher.
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Stuttgart-Bad Cannstatt. Fußball schauen in ungewöhnlicher Umgebung. In der evangelischen Stadtkirche im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt wird die Fußball-Weltmeisterschaft gemeinsam verfolgt. Auch das nächste Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Montag, 29. Juni, läuft dort beim Public Viewing.
Zwischen Kirchenbänken und Altar tragen Besucher Fußballtrikots, trinken kühle Getränke und verfolgen die Partie auf der Leinwand. Für Pfarrer Alexander Stölzle passt diese Mischung gut zusammen. „Fußball bringt Millionen von Menschen zusammen, das ist auch die Idee von Kirche.“ Deshalb wurden in der Stadtkirche bislang alle Spiele der deutschen Mannschaft übertragen.
Die Verantwortlichen rechnen weiterhin mit großem Interesse. Nach den bisherigen Partien geht die Gemeinde davon aus, dass Deutschland bis ins Finale kommt. Deshalb sollen auch die kommenden Spiele gezeigt werden.
Mehr als 200 Besucher beim ersten Spiel
Zum ersten Public Viewing kamen nach Angaben der Gemeinde mehr als 200 Menschen. Auch die folgenden Spiele waren gut besucht, obwohl sie teilweise spät am Abend stattfanden.
Die Kirche bietet dabei einen praktischen Vorteil. Im Gebäude bleibt es auch bei sommerlichen Temperaturen angenehm kühl. Im hinteren Bereich werden Getränke verkauft.
Das Angebot richtet sich bewusst an ein breites Publikum. Familien, Senioren und junge Fans verfolgen die Spiele gemeinsam. Pfarrer Stölzle beobachtet, dass auch Menschen kommen, die sonst selten an großen Public-Viewing-Veranstaltungen teilnehmen.
Besucher berichten von einer entspannten Atmosphäre. Ein 35-jähriger Gast nennt das Angebot „toll“. Die Kirche sei kühl, die Versorgung funktioniere und manche kämen dadurch wieder einmal in ein Gotteshaus. Auch eine Familie, die bereits mehrere Spiele dort verfolgt hat, lobt die besondere Umgebung.
Wegen der positiven Rückmeldungen prüft die Gemeinde bereits weitere Veranstaltungen. Neben den Spielen der deutschen Mannschaft könnten künftig auch andere Turniere gemeinsam in der Kirche übertragen werden. Gespräche dazu laufen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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