Polit-Ansage am Hockenheimring: Culcha Candela tritt auf
- Die Berliner Band Culcha Candela will notfalls auch mit einem Megaphon Zeichen setzen. (Archivbild)
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Hockenheimring. Besucher des Glücksgefühle-Festivals müssen am Samstag, 5. September, mit einer deutlich politischen Ansage von Culcha Candela am Hockenheimring rechnen. Die Berliner Band hält nach dem Streit um Alphaville an ihrem Auftritt um 16 Uhr fest, will sich auf der Bühne aber klar und lautstark positionieren.
Die Gruppe um die Hits „Hamma“ und „Monsta“ erklärte in einem schriftlichen Statement, sie habe sich immer wieder kritisch über die AfD geäußert. Die meisten Fans wüssten, dass die Band zur Wahl aller anderen Parteien aufrufe, „die die Demokratie nicht abschaffen wollten“. Beim Glücksgefühle-Festival werde sie diese Haltung nun nach dem Eklat „eventuell noch ein wenig lauter“ vertreten, „notfalls mit Megaphonen, falls uns jemand den Stecker zieht“.
Streit begann mit Bitte der Veranstalter
Auslöser war die Bitte der Festival-Veranstalter, bei Auftritten nicht über Politik zu sprechen. Alphaville, bekannt durch „Forever Young“, wurde zunächst ausgeladen. Nach zahlreichen Medienberichten wurde die Band später wieder eingeladen, blieb dem Festival aber dennoch fern. Die Ausladung hatte heftige Kritik ausgelöst und den Auftakt des Festivals überschattet.
Culcha Candela zeigte sich nach eigenen Angaben „wirklich schockiert“ über die Nachricht von der Ausladung. Kunst und Musik seien immer auch politisch und hätten die Pflicht, Tendenzen und Stimmungen in der Gesellschaft aufzunehmen und zu verarbeiten.
Band: „Hits, Humor, aber auch Haltung“
Die Entscheidung der Veranstalter nannte Culcha Candela eine „sehr, sehr strange Nummer“. Die Band betonte zugleich, auch sie wolle, dass Menschen bei Konzerten ihre Sorgen für knapp zwei Stunden vergessen und eine gute Zeit haben. Trotzdem stehe sie für „Hits, Humor, aber auch Haltung“. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |