Neues Erlebnis in Genf: UN öffnet Besucherzentrum

Eine Runde Sitzungssaal gefällig? Geht alles im Museum Portail des Nations in Genf. (zu dpa: «Genf: UN-Besucherzentrum öffnet für Touristen») | Foto: dpa
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UN-Besucherzentrum Genf. Die Vereinten Nationen werden für Besucher greifbar. In Genf hat ein neues Erlebniszentrum eröffnet, das Touristen mitten in die Welt der internationalen Diplomatie führt. Das „Portail des Nations“ soll zeigen, wie Staaten verhandeln, Konflikte lösen und gemeinsam Entscheidungen treffen.

Die Stadt im Südwesten der Schweiz ist einer der wichtigsten Standorte der Vereinten Nationen. Hier befindet sich der europäische Hauptsitz mit starkem Fokus auf humanitäre Arbeit. Genau dort setzt das neue Besucherzentrum an und öffnet die sonst oft abstrakte Welt der internationalen Zusammenarbeit für ein breites Publikum.

Diplomatie zum Mitmachen

Der Komplex liegt in unmittelbarer Nähe des Palais des Nations, dem großen diplomatischen Konferenzzentrum der UN. Pavillons mit Terrakotta- und Holzdächern führen Besucher auf einer rund einstündigen Tour durch zentrale Momente internationaler Kooperation.

Die Ausstellung arbeitet mit interaktiven Stationen und szenografischen Räumen. Besonders eindrucksvoll ist eine Verhandlungssimulation. Besucher werden dabei selbst Teil einer diplomatischen Runde und erleben, wie schwierig Kompromisse zwischen Staaten sein können.

Das Erlebnis ist laut Schweiz Tourismus in acht Sprachen verfügbar. Auch Deutsch gehört dazu.

Was der Besuch kostet

Tickets für das „Portail des Nations“ können online gebucht werden.

  • Erwachsene ab achtzehn Jahren: rund zweiunddreißig Franken, etwa fünfunddreißig Euro
  • Ermäßigungen unter anderem für Studenten und jüngere Besucher
  • Kinder bis zehn Jahre: kostenlos

Der Besuch lässt sich zudem mit einer Führung durch das historische Palais des Nations verbinden. Das zwischen neunzehnhundertsiebenundzwanzig und neunzehnhundertachtunddreißig errichtete Gebäude beherbergt den berühmten Plenarsaal. Dort finden nach Angaben der UN jedes Jahr rund achttausend internationale Tagungen statt.

Mit dem neuen Besucherzentrum will Genf seine Rolle als globaler Treffpunkt der Diplomatie auch für Reisende erlebbar machen. Für viele Touristen dürfte der Blick hinter die Kulissen der Weltpolitik künftig zu den spannendsten Stationen einer Reise an den Genfersee zählen. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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