NANO Doku: Wie Klinikfehler tödlich werden, und was dagegen hilft
- NANO Doku: Todesfalle Krankenhaus? Fehler vermeiden – Menschen retten.
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NANO Doku: "Todesfalle Krankenhaus? Fehler vermeiden – Menschen retten." 170.000 Menschen tragen in Deutschland jedes Jahr Schäden durch vermeidbare Fehler im Krankenhaus davon, rund 17.000 sterben infolgedessen. Die „NANO Doku: Todesfalle Krankenhaus? Fehler vermeiden – Menschen retten” zeigt am 7. Mai ab 20.15 Uhr in 3sat, wo die Risiken im Klinikalltag liegen, und welche Lösungen es bereits gibt.
Wissenschaftsjournalistin Jasmina Neudecker schaut dafür hinter die Kulissen des Krankenhausbetriebs und spricht auch mit Betroffenen, denen teils lebensbedrohliche Therapie- und Diagnosefehler widerfahren sind. Im Fokus stehen Ursachen wie Sepsis, Resistenzen, Fehldiagnosen oder falsche Medikamente, und die Frage, wie Forschung und Kliniken die Patientensicherheit spürbar erhöhen können.
NANO Doku: Todesfalle Krankenhaus? Fehler vermeiden – Menschen retten: Darum geht es
Ein Beispiel kommt aus dem Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf, wo ein vollautomatisiertes System Fehler bei der Medikamentengabe verhindern soll. Das Konzept existiert seit fast zehn Jahren und gilt als bewährt, doch bisher setzen es nur zwei Krankenhäuser vollständig um.
Besonders heikel bleibt das Thema Sepsis: Mindestens 230.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich, rund 85.000 sterben daran, damit ist die Blutvergiftung die dritthäufigste Todesursache. Viele Betroffene infizieren sich im Krankenhaus, seit Anfang 2026 müssen Kliniken Patientinnen und Patienten regelmäßig auf Sepsis screenen, doch die Umsetzung gilt als unklar.
Sepsis, Keime, KI: Welche Ansätze Hoffnung machen
Neue Wege zeigt die Doku unter anderem an der Universitätsmedizin Greifswald, die ein frühes Sepsis-Screening eingeführt hat, und in Bad Soden, wo ein Modellprojekt über Symptome aufklärt. In Rostock entwickelt ein Unternehmen außerdem ein Verfahren zur Blutbehandlung und zur Stärkung des Immunsystems von Sepsis-Erkrankten.
Auch resistente Krankenhaus-Keime spielen eine zentrale Rolle, hier setzt die Forschung auf neue Antibiotika. Biomediziner Christophe Zimmer entwickelt an der Universität Würzburg mithilfe von KI Wirkstoffe, die helfen sollen, Fallzahlen zu senken.
Reformen im Gesundheitswesen: Talk direkt nach der Doku
Direkt im Anschluss läuft am 7. Mai ab 21 Uhr in 3sat der „NANO Talk: Gesundheit neu denken – welche Reformen helfen”. Medizinethikerin Alena Buyx diskutiert darin mit ihren Gästen, wie sich das Gesundheitssystem vor dem Kollaps bewahren lässt.
Mit dabei sind Mirella Cacace, Professorin für Gesundheitssystemforschung an der Katholischen Hochschule Freiburg, Dietrich Grönemeyer, Professor für Radiologie und Mikrotherapie an der Universität Witten/Herdecke, sowie Christian Karagiannidis, Professor für Pneumologie und Intensivmedizin an der Universität Witten/Herdecke.
Die „NANO Doku” läuft am 7. Mai um 20.15 Uhr in 3sat, den „NANO Talk” zeigt 3sat am selben Abend um 21 Uhr. In der 3satMediathek steht die „NANO Doku” ab 3. Mai, außerdem liegt dort ab 30. April bereits die zweiteilige Doku „Endstation Krankenhaus?” bereit. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |