Mehr trockene Weine: Weiß legt weiter zu
- Trockene Weine liegen weiter im Trend. (Symbolbild)
- Foto: Harald Tittel/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Bodenheim. Wer in Deutschland Wein kauft, findet immer häufiger trockene und weiße Angebote. Das zeigt die Auswertung der bundesweiten Qualitätsweinprüfung, über die das Deutsche Weininstitut in Bodenheim informiert hat.
Demnach wurden im vergangenen Jahr 53 Prozent aller deutschen Qualitäts- und Prädikatsweine in der trockenen Geschmacksrichtung angeboten. Das war ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. Zum Vergleich: 2020 lag der Anteil bei 48 Prozent, 2010 bei 40 Prozent.
Nach Angaben des Weininstituts stehen die geprüften Weine im Schnitt vieler Jahre für rund 95 Prozent der Produktion deutscher Winzer. Damit geben die Zahlen einen breiten Einblick in das Angebot auf dem Markt.
Weniger Süße im Angebot
Auch bei Sekt setzt sich der Trend zu weniger Süße fort. 54 Prozent der qualitätsgeprüften Sekte wurden als „brut“ bis „brut nature“ eingestuft. Fünf Jahre zuvor war es erst etwa jeder zweite.
Gleichzeitig gingen liebliche und süße Weine weiter zurück. In der Qualitätsweinprüfung lag das Minus 2025 im Vergleich zum Vorjahr bei einem Prozentpunkt. Gegenüber dem Stand vor 15 Jahren beträgt der Rückgang acht Prozentpunkte. Halbtrockene Weine kamen unverändert auf 19 Prozent.
Weißwein gewinnt weiter an Bedeutung
Beim Farbprofil baut Weißwein seine starke Stellung weiter aus. Knapp 70 Prozent des deutschen Angebots an Qualitäts und Prädikatsweinen entfielen im vergangenen Jahr auf Weißwein. Der Rotweinanteil lag bei 17 Prozent, Rosé bei 13 Prozent.
Wie stark sich der Markt verändert hat, zeigt der Blick zurück: 2010 lag der Weißweinanteil erst bei 57 Prozent. 2020 waren es etwa 63 Prozent. Rotwein kam 2010 noch auf 33 Prozent und vor fünf Jahren auf 24 Prozent. Rosé stieg seit 2010 von 10 auf 13 Prozent.
Insgesamt wurden rund 6,2 Millionen Hektoliter Wein erfolgreich geprüft. Das waren sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Als Grund nennt das Deutsche Weininstitut die vergleichsweise kleine Erntemenge 2024. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |