maischberger: Daniel Günther kritisiert Habeck-Bashing der Union
- Daniel Günther spricht bei „maischberger“ über den Umgang der Union mit Robert Habeck. Dabei wird er ungewöhnlich deutlich.
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maischberger. Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, rechnet im TV offen mit der eigenen Partei ab. In der ARD-Talksendung sagt der CDU-Politiker, die Angriffe aus der Union auf den ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck seien „maßlos übertrieben".
Günther begründet das auch mit der eigenen Erfahrung in der Landespolitik. „Wir ihm in Schleswig Holstein auch bei vielen Entscheidungen echt viel zu verdanken haben", sagt er.
Zusammenarbeit statt Abrechnung
Mit Habeck habe er als Wirtschaftsminister „extrem gut zusammengearbeitet" und dieser habe das „professionell gemacht", so Günther. Die Aussagen fallen in „maischberger", die am 20. Mai um 23.35 Uhr im Ersten läuft.
Kritisch blickt Günther außerdem auf die Strategie von CDU und CSU im Bundestagswahlkampf 2025. „Im Rückspiegel kenne ich eigentlich in der gesamten Unionsfamilie niemanden, der unsere Strategie im letzten Bundestagswahlkampf, die Grünen in Bausch und Bogen zu verdammen, noch für richtig hält", sagt er.
maischberger: Seitenhieb Richtung Markus Söder
Er glaube, „das empfindet jeder als Fehler". Selbstkritik schließt er auch bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nicht aus: „Ich weiß nicht, ob Markus Söder das selbst als Fehler eingestehen würde, aber wenn man sich anguckt, wie er sich im Moment wandelt, merkt man ja schon auch, dass sein Blick darauf vielleicht auch ein anderer ist." [red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |