La traviata aus Bregenz jetzt im ZDF-Stream zu sehen
- Szene aus der Oper «La Traviata» auf der Bregenzer Seebühne. (Archivfoto)
- Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa
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Bregenz. Die neue Seebühnen-Inszenierung von Verdis „La traviata“ ist seit Samstag, 26. Juli, auch zu Hause zu sehen: Das ZDF zeigt die Produktion der Bregenzer Festspiele im Streaming-Portal, ein 100-minütiger Zusammenschnitt lief bereits am Sonntag, 26. Juli im Fernsehen.
Damit wird eine der bekanntesten Opern Giuseppe Verdis einem breiten Publikum zugänglich. Die Inszenierung stammt von Damiano Michieletto, das Bühnenbild von Paolo Fantin. Verdis Werk erzählt die Geschichte von Violetta Valéry, die zwischen Liebe, Freiheit und gesellschaftlicher Kälte zugrunde geht. Vorlage war Alexandre Dumas’ Roman „Die Kameliendame“.
Handlung in die 1920er Jahre verlegt
Für die neue Bregenzer Produktion wird die Handlung in die Zeit der „Roaring Twenties“ versetzt. Die Festspiele beschreiben eine Welt mit dem Glanz der Great-Gatsby-Ära, in der vieles möglich scheint, echte Liebe aber keinen sicheren Platz hat.
Zentrales Element der Seebühne ist ein beweglicher Spiegel mit mehr als 25 Metern Höhe. Es spielen die Wiener Symphoniker unter der musikalischen Leitung des ukrainischen Dirigenten Kirill Karabits. Dazu kommen ein internationales Solistenensemble, der Bregenzer Festspielchor und der Prager Philharmonische Chor.
Spiegelwand als Symbol für Verletzlichkeit
Für die Inszenierung entstand eine große zersplitterte Spiegelwand, die Verletzlichkeit und drohendes Unheil symbolisieren soll. Rund 700 Quadratmeter Spiegelfläche aus 86 Elementen prägen das Bühnenbild. Große Teile davon sind beweglich und dienen zugleich als Projektionsfläche.
Die Produktion soll auch in den Jahren 2027 und 2028 in Bregenz zu sehen sein. Bis Ende August erwarten die Festspiele rund 188.000 Besucher. Geplant sind 28 Aufführungen mit jeweils etwa 6.700 Zuschauern unter freiem Himmel. Hinter den Kulissen sorgen Dutzende Mitarbeiter dafür, dass die Vorstellungen auch bei Wind, Regen oder Gewitter reibungslos laufen.
Nach jeder zweijährigen Spielserie wird die Seebühne fast vollständig zurückgebaut und für die nächste Produktion neu errichtet. In den vergangenen Spielzeiten waren dort „Der Freischütz“, „Madama Butterfly“ und „Rigoletto“ zu sehen. Für 2028 und 2029 ist „Der fliegende Holländer“ geplant. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |