Krebsbeichte aus Köln: Pierre M. Krause spricht über verlorene Freunde

Krause hatte im Herbst eine Tumor-Erkrankung öffentlich gemacht. (Archivbild) | Foto: Uli Deck/dpa
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Köln. Eine schwere Krankheit verändert oft auch Freundschaften. TV Moderator Pierre M. Krause hat nun offen geschildert, dass er während seiner Krebsbehandlung Menschen aus seinem engeren Umfeld verloren hat.

In der neuen Folge seines YouTube Formats „Kurzstrecke mit Pierre M. Krause“ berichtete der 49 Jährige, dass einige Kontakte plötzlich abgebrochen seien. „Ich habe wirklich Freunde von denen ich dachte, das sind meine besten Freunde verloren, weil da plötzlich totale Funkstille war“, sagte Krause. Es sei das Privateste, was er bislang öffentlich erzählt habe.

Böse sei er darüber nicht. „Ich bin vielleicht ein bisschen enttäuscht, aber ich bin nicht böse.“

Unsicherheit im Umgang mit schwerer Krankheit

Im Gespräch griff Podcast Moderator Tommi Schmitt das Thema auf. Viele Menschen seien unsicher, wie sie sich gegenüber schwer kranken Freunden oder Angehörigen verhalten sollten. Oft stelle sich die Frage, ob eine Nachricht in einer solchen Situation helfe oder eher belaste.

Krause hat dazu eine klare Haltung. Eine kurze Nachricht könne viel bedeuten. Auch wenn keine Antwort komme.

  • Eine kurze Botschaft wie „Ich denke an dich“ kann Unterstützung zeigen.
  • Es muss keine ausführliche Nachfrage sein.
  • Eine Antwort sei nicht zwingend nötig.

Rückenschmerzen führten zur Diagnose

Der Moderator hatte sich im Jahr zuvor mehrere Monate aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Am Montag, 7. Oktober machte er in seinem Format öffentlich, dass hinter der Pause eine Tumorerkrankung steckte.

Auslöser der Untersuchungen waren zunächst Rückenschmerzen. Bei der Diagnose stellte sich heraus, dass ein bösartiger Tumor vorlag. Dieser musste operativ entfernt werden.

Die Behandlung beschrieb Krause später als „Höllenritt“. Dabei mussten auch Knochen entfernt werden. Rückblickend sagte er, dass die Situation auch anders hätte ausgehen können. Er habe großes Glück gehabt. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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