KLAR: Wenn Islamismus im Alltag auftaucht, von Schulhof bis Social Media
- Die Folge „KLAR: Wo Islamisten Deutschland unterwandern“ läuft am 29. April um 22 Uhr im BR Fernsehen sowie im NDR Fernsehen. Bereits am 28. April steht sie in der ARD Mediathek und in den YouTube-Kanälen von BR24 und NDR Doku.
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KLAR. Eine Drohung gegen einen Lehrer, Streit um Regeln auf dem Schulhof und radikale Inhalte im Netz, die ohne große Hürden abrufbar sind: Die neue Folge „KLAR“ schaut dorthin, wo islamistisches Gedankengut im Alltag auftauchen kann.
Moderatorin Julia Ruhs geht am 29. April im BR Fernsehen der Frage nach, was das für die freiheitlich-demokratische Grundordnung bedeutet, und welche Rolle Schule, Onlinewelt und Politik dabei spielen.
Von der Schulklasse bis zum Feed: Wo der Druck spürbar wird
Ausgangspunkt ist ein Fall aus Bonn: „Auch Dich kriegt der IS!“ steht auf einer Tafel, gerichtet gegen einen Realschullehrer, der im Unterricht für religiöse Toleranz wirbt. Solche Szenen gelten als Ausnahme. Trotzdem berichten auch andere Lehrkräfte von radikalen religiösen Einflüssen auf Schulhöfen, etwa wenn Fastenregeln plötzlich zum Gruppendruck werden: „Da ging es darum, dass Essen auf dem Schulhof verboten wurde von einigen Kindern, weil sie selbst gefastet haben.“
Was online und auf der Straße passiert
Problematisch wird es laut der Sendung vor allem dann, wenn religiöse Regeln zunehmend streng ausgelegt werden, teils mit islamistischem Einschlag. In Berlin verkauft der Handel demnach Bücher, die Unterdrückung von Frauen, Gewalt gegen Kinder und gewaltsamen Dschihad rechtfertigen, dazu kommen deutschsprachige Inhalte islamistischer Influencer, die online leicht zu finden sind. Welche Gefahr daraus entstehen kann, zeigt die Folge auch an einem aktuellen Fall aus München: Vor gut einem Jahr fuhr ein Afghane in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi, tötete und verletzte Menschen, darunter auch Muslime.
KLAR: Mit Gülden Hennemann auf der Suche nach Antworten
Für die Einordnung trifft Julia Ruhs die ehemalige Verfassungsschützerin Gülden Hennemann, die selbst muslimischen Glaubens ist. Hennemann gehört zum neuen „Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung“ des Bundesinnenministeriums und kritisiert den Umgang mit Islamismus in der deutschen Politik. Ein Opfer der Tat aus München beschreibt außerdem, wie sehr solche Fälle Vorurteile verstärken können: „Genau wegen solchen Menschen werde ich gehasst.“ Der mutmaßliche Attentäter soll sich in Deutschland islamistisch radikalisiert haben und steht derzeit vor Gericht.
Die Folge „KLAR: Wo Islamisten Deutschland unterwandern“ läuft am 29. April um 22 Uhr im BR Fernsehen sowie im NDR Fernsehen. Bereits am 28. April steht sie in der ARD Mediathek und in den YouTube-Kanälen von BR24 und NDR Doku. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |