„Immer wieder sonntags“ vor dem Aus: Stefan Mross glaubt an eine Fortsetzung
- Seit rund 22 Jahren moderierte Stefan Mross das Format. (Archivbild)
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Rust. Für Schlagerfans endet am Sonntag, 6. September, ein festes Sommerritual aus dem Europa-Park: Um 10 Uhr läuft im Ersten die finale Ausgabe von „Immer wieder sonntags“. Der SWR führt die Open-Air-Show nicht fort. Moderator Stefan Mross sieht das Ende beim Sender aber nicht als endgültigen Schluss.
„Ich werde nichts vermissen, weil ich weiß, es geht weiter“, sagte Mross der Deutschen Presse-Agentur. „Der Optimismus ist da, dass es weitergeht.“ Er habe bereits zahlreiche Gespräche geführt, unter anderem mit Fernsehsendern, die Interesse an einer Fortführung hätten. Details nannte der 51-Jährige nicht. Sein großer Wunsch sei, weiter aus dem Europa-Park moderieren zu können.
Warum der SWR die Show beendet
ARD und SWR begründeten das Aus im Frühjahr mit Sparmaßnahmen. Außerdem wollen die Sender neue digitale Formate entwickeln und ein jüngeres Publikum erreichen. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler nannte den Schritt eine „schmerzhafte“ Entscheidung, die dem Sender angesichts des Erfolgs nicht leicht gefallen sei.
Hinter stabilen Marktanteilen sieht der SWR ein strukturelles Problem: Bei gleichem Marktanteil erreiche die Sendung heute rund 30 Prozent weniger Menschen als vor zehn Jahren, weil weniger Menschen lineares Fernsehen schauen. Die Nutzung durch 14- bis 49-Jährige habe sich im gleichen Zeitraum halbiert.
Was Zuschauer am Sonntag erwartet
Die letzte Ausgabe bleibt in Teilen bewusst geheim. Mross darf nach eigener Aussage bei den Proben nicht dabei sein und weiß nicht, was ihn in der Sendung erwartet. Öffentlich bekannt sind bislang zwei Gäste: Andy Borg und Stefanie Hertel. Die letzten 30 Sekunden der Show sollen Mross zufolge besonders werden.
Die wichtigsten Eckdaten zur Sendung
Das Format läuft seit mehr als 30 Jahren im Ersten. Mross prägt die Sendung seit mehr als 20 Jahren mit Schlager, Volksmusik, Spielen, Wettbewerben und großer Nähe zum Publikum.
- Die Show wird seit vielen Jahren als Open-Air-Format im Europa-Park in Rust produziert.
- Sie bot Schlagerstars, Volksmusik-Acts und Newcomern eine Bühne.
- Im vergangenen Jahr sahen die zwölf Live-Ausgaben im Schnitt 1,26 Millionen Menschen.
- Der durchschnittliche Marktanteil lag bei rund 17 Prozent.
Wie es für Stefan Mross weitergeht
Für die Zeit nach dem SWR-Ende plant Mross eine eigene Tour unter dem Namen „Immer wieder Stefan“. Rund 60 Termine sind nach seinen Angaben bereits geplant. Den bisherigen Show-Zeitraum zwischen Anfang Mai und September habe er sich freigehalten. Ob es tatsächlich eine Fortsetzung von „Immer wieder sonntags“ gibt, steht bislang nicht fest. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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