Hirschhausen und die Deepfake-Mafia: Warum die Doku so viele packte
- Hirschhausen und die Deepfake-Mafia
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Hirschhausen und die Deepfake-Mafia. Wenn ein bekanntes Gesicht plötzlich für dubiose Medizin wirbt, steckt dahinter oft mehr als ein schlechter Scherz. Genau dieses Gefühl hat „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ am 4. Mai zur Primetime ins Wohnzimmer gebracht.
3,71 Millionen Menschen schalteten um 20.15 Uhr im Ersten ein, bundesweit lag der Marktanteil beim Gesamtpublikum bei 17,2 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren es 0,63 Millionen mit 17,1 Prozent Marktanteil.
Worum es in der Recherche geht
Im Zentrum steht ein Betrugssystem, das mit KI-generierten Werbevideos Vertrauen ausnutzt. In den Clips tauchen Gesicht und Stimme von Eckart von Hirschhausen täuschend echt auf, um Menschen zum Kauf vermeintlicher Abnehmspritzen, Herzmedikamente oder Potenzmittel zu drängen.
Die Dokumentation folgt den Spuren einer global agierenden Betrugsindustrie, von Deutschland über Bulgarien bis nach Brasilien. Dabei rückt sie auch internationale Datenhändler und ihre Strukturen in den Fokus.
Hirschhausen und die Deepfake-Mafia: Stimmen zum Erfolg
WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau verbindet die Quote direkt mit dem Thema: „Ich freue mich sehr über das große Interesse an dieser wichtigen Dokumentation. Das zeigt, dass wir mit dem Thema einen Nerv getroffen haben“, sagt sie.
Auch Eckart von Hirschhausen ordnet den Abend persönlich ein: „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia ist mein erster Krimi im Ersten! Was für ein Kraftakt, und was für ein Erfolg!“, so von Hirschhausen.
Wo die Doku jetzt läuft, und wie es weitergeht
„Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ steht jederzeit in der ARD Mediathek bereit: Zur Doku in der ARD Mediathek
Wer beim Thema bleiben will, findet in der ARD Mediathek auch die BR, WDR-Dokumentation „Collien Fernandes: F*ck Deepfakes“: Zur Doku „Collien Fernandes: F*ck Deepfakes“
Zum Schluss bringt von Hirschhausen das Motiv hinter dem Film auf den Punkt: „Millionen von Zuschauerinnen und Zuschauern ist es wie mir ein Herzensanliegen, dass wir zwischen wahr und gelogen im Netz noch unterscheiden. Wir brauchen in Zeiten von KI und toxischen Social Media Plattformen umso mehr den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit echten Nachrichten und Dokus, von echten Menschen für echte Menschen“. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |