Harald Lesch auf Ideenreise: Wo Wissen plötzlich möglich wird
- „Terra X: Wege des Wissens“ mit Harald Lesch.
- Foto: ZDF, Foto: Tom Bresinsky
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TV-Tipp. Warum entstehen manche der klügsten Ideen ausgerechnet an ganz bestimmten Orten? In der neuen zweiteiligen „Terra X“-Reihe „Wege des Wissens“ geht Harald Lesch dieser Frage nach und reist von der Antike bis in die Neuzeit durch die großen Wissenszentren der Welt.
Das ZDF zeigt die beiden Folgen an Ostern: am Sonntag, 5. April, und am Montag, 6. April, jeweils um 19.15 Uhr; ab Mittwoch, 1. April, stehen sie außerdem zehn Jahre lang im ZDF-Streaming-Portal bereit. In Teil 1 „Von Babylon nach Kairo“ beginnt die Reise bei den Sumerern und Babyloniern, die vor rund 5000 Jahren systematisch den Himmel beobachten und mit ihrem Kalender sogar Sonnen- und Mondfinsternisse berechnen können. Später erklären griechische Philosophen wie Thales, Heraklit, Platon oder Aristoteles Naturphänomene mit Ursache und Wirkung, daraus entstehen Erfindungen wie die Archimedische Schraube und der Mechanismus von Antikythera. Bei diesem Fund wird Lesch ganz persönlich: „Ich hätte nie gedacht, dass mich so eine antike Maschine einmal dermaßen in Wallung bringt.“
„Wege des Wissens“: Von Alexandria bis Cambridge
Die Doku führt weiter nach Alexandria ins Museion mit seiner riesigen Bibliothek und zeigt dann, wie sich mit dem Aufstieg des Christentums der Umgang mit Wissenschaft verändert: Unter Kaiser Justinian zählt laut Sendung Glaube mehr als jede Vernunft, Akademien schließen, Gelehrte fliehen und finden im Orient neue Förderung. Ab dem 9. Jahrhundert entsteht in Bagdad das „Haus der Weisheit“, und in Fès wird 859 die bis heute älteste Universität der Welt gegründet, gegründet von einer Frau.
Teil 2 „Von Córdoba nach Cambridge“ setzt den Schwerpunkt auf das geistige Klima: „Wissenschaft entsteht nur dort, wo Offenheit und Denkfreiheit herrschen.“ So erzählt die Folge von Córdoba als multikulturellem Wissenszentrum im 8. Jahrhundert unter Abd ar-Rahman I., von späteren Konflikten um Glauben und Wissenschaft und von Europas Universitäten in Italien, Frankreich und England. Am Ende reichen die Stationen bis zu europäischen Kaffeehäusern wie dem „Grecian Coffee House“ in London und zu Isaac Newton, der 1703 Präsident der Royal Society wird.
Die Reihe macht dabei einen klaren Bogen über zwei Abende: am Sonntag, 5. April, und am Montag, 6. April, jeweils um 19.15 Uhr im ZDF, und parallel ab Mittwoch, 1. April, für zehn Jahre im ZDF-Streaming-Portal.[red]
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |