Handgepäck richtig packen: Was im Flieger erlaubt ist
- Flüssigkeiten richtig verpacken: In einem transparenten, wiederverschließbaren Beutel können mehrere Behältnisse von maximal 100 Milliliter mitgenommen werden – Ausnahmen gelten für Babynahrung und Medikamente. Und bei modernen CT-Scanner-Kontrollstellen. (zu dpa: «Handgepäck: Was ist erlaubt, was nicht?»)
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Handgepäck richtig packen. Wer vor dem Abflug die wichtigsten Regeln kennt, kommt oft schneller durch die Sicherheitskontrolle und vermeidet Ärger am Flughafen. Erlaubt oder verboten ist bei Handgepäck nämlich oft keine pauschale Frage, sondern hängt vom Gegenstand und teils auch von der Kontrolltechnik am Flughafen ab.
Ein Feuerzeug pro Person ist erlaubt, sagt Sven Schmucker vom Flughafen Berlin Brandenburg. Auch Maniküre-Sets seien an der Sicherheitskontrolle kein Problem. Bei der Nagelschere ist aber wichtig, dass die Klingenlänge sechs Zentimeter nicht überschreitet. Sonst gehört sie in den Koffer.
Für Flüssigkeiten gilt an vielen Kontrollstellen weiter die bekannte Grenze. Erlaubt sind Behälter mit bis zu 100 Millilitern, die in einen wiederverschließbaren transparenten Plastikbeutel müssen. Dieser Beutel darf maximal ein Liter Volumen haben.
CT-Scanner lockern die Regeln für Flüssigkeiten
An Kontrollspuren mit neuen CT-Anlagen können laut Schmucker auch größere Behältnisse erlaubt sein. Am Hauptstadtflughafen BER sind auf einigen Spuren bereits Flüssigkeiten bis zu zwei Liter zugelassen. Ein wiederverschließbarer Beutel ist dort dann nicht nötig. Solche CT-Scanner gibt es in Deutschland unter anderem auch in Frankfurt und München.
Für den Alltag vor der Reise heißt das vor allem, dass die Regeln je nach Flughafen und Terminal abweichen können. Schmuckers Rat lautet daher, sich vor dem Abflug online über die Vorgaben am jeweiligen Airport zu informieren. Auf den Internetseiten der Flughäfen finden sich meist auch Hinweise dazu, in welchen Terminals CT-Scanner im Einsatz sind.
Als Flüssigkeit zählt generell alles, was creme- und schmierfähig ist. Dazu kann auch Marmelade als Mitbringsel gehören. Ausnahmen gelten für Babynahrung, Medikamente und diätetische Lebensmittel, die aus gesundheitlichen Gründen benötigt werden.
Bei Powerbanks zählt allein die Wattstunden-Grenze
Wenig bekannt sind oft die Regeln für Powerbanks. Diese mobilen Ersatzakkus dürfen eine Kapazität von 100 Wattstunden nicht überschreiten, so Schmucker. In den Koffer dürfen sie nicht. Powerbanks gehören grundsätzlich ins Handgepäck.
Einige Fluggesellschaften schreiben zusätzlich vor, dass Powerbanks während des Flugs beim Passagier bleiben und nicht in den Ablagefächern verstaut werden. Wer analoge Kamerafilme im Handgepäck dabeihat, sollte das vor der Sicherheitskontrolle ansprechen. Dann ist unter Umständen eine separate Kontrolle möglich, damit die Filme beim Durchleuchten nicht beschädigt werden.
So läuft der Sicherheitscheck meist schneller
Für einen zügigeren Ablauf hilft es, das Handgepäck so zu packen, dass wichtige Gegenstände schnell griffbereit sind. An vielen Kontrollstellen müssen diese Dinge separat in die Wanne:
- Laptops
- Tablets
- Flüssigkeiten
An Spuren mit CT-Scannern können Elektronik und Flüssigkeiten dagegen im Handgepäck bleiben.
Zusätzlich kann es den Ablauf erleichtern, wenn vor der Kontrolle bereits lose Gegenstände verstaut sind. Dazu zählen zum Beispiel:
- Sonnenbrillen
- Basecaps
- Schals
- Inhalte aus Hosentaschen
Auch bequeme Schuhe können an der Kontrolle praktisch sein, wenn sie zum Prüfen schnell aus- und wieder angezogen werden müssen. Unterm Strich spart gute Vorbereitung vor allem Zeit und vermeidet Diskussionen am Kontrollpunkt. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |