Geständnis bei Gloria-Sophie Burkandt: So selten sieht sie Söder

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, und seine Tochter Gloria-Sophie Burkandt kommen zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele, mit der Premiere einer Neuproduktion von Richard Wagners «Tristan und Isolde» in einer Inszenierung von Regisseur Thorleifur Orn Arnarsson. (zu dpa: «Söders Tochter macht Termine mit seinem Assistenten aus») | Foto: dpa
  • Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, und seine Tochter Gloria-Sophie Burkandt kommen zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele, mit der Premiere einer Neuproduktion von Richard Wagners «Tristan und Isolde» in einer Inszenierung von Regisseur Thorleifur Orn Arnarsson. (zu dpa: «Söders Tochter macht Termine mit seinem Assistenten aus»)
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Born Famous. Gloria-Sophie Burkandt gibt in der neuen ProSieben-Serie „Born Famous“ einen seltenen Einblick in ihr Verhältnis zu Vater Markus Söder. Die siebenundzwanzig-Jährige erzählt offen, dass sie Treffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten nach eigenen Angaben über dessen Assistenten organisiert.

„Mit dem stimme ich mich ab, wo jetzt Papa genau ist“, sagt Burkandt in der Doku-Serie. Auf dem Münchner Oktoberfest ist sie zu sehen, während sie auf ihren Vater wartet. „Sein Assistent, er wird mir schreiben, wenn er auf dem Weg ist.“ Gerade diese Szene gibt der Sendung ihr emotionales Zentrum.

Burkandt beschreibt das Verhältnis zu Söder als eng. „Mein Vater und ich sind sehr eng.“ Zugleich macht sie deutlich, wie begrenzt die gemeinsame Zeit ist. „Es gibt auch öfters Momente, wo ich mir denke, ich möchte mit meinem Vater mehr Zeit verbringen“, sagt sie. „Das bin ich gewöhnt.“ Und weiter: „Wenn Du so einen Vater hast, wie ich ihn habe, dann bist Du es gewohnt, dass Du nicht der Mittelpunkt bist.“

Zwischen Nähe und öffentlicher Distanz

In einem Doppelinterview sagt Markus Söder über seine Tochter: „Bei der Gloria ist alles möglich“. Vieles, was sie tue, werde auf ihn projiziert. Beide seien aber eigenständige Persönlichkeiten. Der CSU-Chef erzählt auch, dass er oft gar nicht wisse, in welcher Stadt er seine Tochter erreiche, die nach eigenen Angaben in New York lebt.

Besonders nachdenklich wird Burkandt, wenn es um den Druck im Alltag ihres Vaters geht. „Ich finde es schade, dass er immer unter Druck steht und immer gestresst ist“, sagt sie. In der Serie ist sie auch beim Wiesn-Anstich zu sehen. Dort bleibt sie im Hintergrund. „Ich hab' zugeschaut und gelächelt, aber mein Vater hat mich nicht gesehen.“

Sie will nicht nur Söders Tochter sein

Öffentliche Auftritte an der Seite ihres Vaters seien für ihre Karriere zwar wichtig. Gleichzeitig betont Burkandt, dass sie ihren eigenen Weg gehen will. „Ich bin mehr als nur die Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder“, heißt es in der ersten Episode. „Mir hat niemand irgendwo geholfen“, sagt sie. „Durch meinen Vater kam wirklich gar nichts.“

Die siebenundzwanzig-Jährige sagt, sie arbeite als Model, habe Schauspielunterricht genommen, ein Buch und eine Doktorarbeit geschrieben. Ihr Ziel formuliert sie klar: „Ich möchte zu einhundert Prozent aus dem Schatten von meinem Vater raustreten und möchte total als eigener Mensch wahrgenommen werden.“ Für Fans von Promi-Dokus ist genau dieser Spagat zwischen berühmtem Namen und dem Wunsch nach Eigenständigkeit der spannende Kern von „Born Famous“.

Neben Burkandt begleitet die ProSieben- und Joyn-Serie auch Diego Pooth, Josefine Scholl und Summer Terenzi. Damit setzt das Format auf einen Trend, der gerade viele Zuschauer interessiert: den Blick hinter das Leben von Kindern prominenter Eltern. Wie stark Burkandts Geschichte beim Publikum verfängt, dürfte sich nach dem Start der Serie am Freitag noch deutlicher zeigen. dpa/red

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern

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