Explosion beim Fest in Zürich: „Böögg“ verheißt guten Sommer
- Die schnelle Explosion des "Bööggs" verspricht einen guten Sommer
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Zürich. Ein spektakulärer Knall gehört in der Schweizer Stadt traditionell zum Frühlingsbeginn. Beim Züricher Sechseläuten ist am Montag, 20. April, der Kopf des Schneemanns „Böögg“ nach 12 Minuten und 48 Sekunden explodiert. Nach der Legende gilt das als Zeichen für einen guten Sommer.
Der „Böögg“ ist eine mehrere Meter hohe Schneemannfigur, die mit Feuerwerkskörpern gefüllt ist. Sie steht für den Winter. Je schneller ihr Kopf nach dem Anzünden des Holzstoßes explodiert, desto schöner soll der kommende Sommer werden.
Tradition mit ungewisser Trefferquote
Die Vorhersage ist allerdings eher Brauchtum als verlässliche Prognose. In manchen Jahren dauert es nur wenige Minuten bis zur Explosion. Im Rekordjahr 2023 verging fast eine Stunde. Trotzdem lag die „Vorhersage“ nicht immer richtig. 2016 etwa platzte der Kopf erst nach rund 44 Minuten, obwohl der Sommer anschließend bis in den September hinein sehr warm war.
Großes Zunftfest in der Zürcher Innenstadt
Bevor der Schneemann verbrannt wird, ziehen Tausende Mitglieder der traditionellen Zürcher Zünfte in historischen Kostümen durch die Stadt. Musikgruppen und Reiter begleiten den Umzug. Zehntausende Zuschauer verfolgen das Spektakel. Am Ende versammeln sich die Zunftvertreter auf dem Sechseläutenplatz nahe des Zürichsees. Dort wird der fast vier Meter hohe „Böögg“ auf einem großen Holzstoß angezündet, bis schließlich der Kopf mit einem lauten Knall explodiert.
Das Sechseläuten geht auf Aktivitäten der Zünfte seit dem Mittelalter zurück. Seit 1892 ist die Verbrennung des „Böögg“ fester Bestandteil des Frühlingsfestes. Der Name bedeutet im Zürcher Dialekt so viel wie „verkleidete oder vermummte Gestalt“. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |