Cannes: Sechs ZDF ARTE Koproduktionen in Wettbewerb und Auswahl
- Internationale Filmfestspiele von Cannes.
- Foto: ZDF, Foto: ZDF/L.Haegeli/Festival de Cannes
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Kino. Cannes bekommt in diesem Jahr gleich sechs Koproduktionen mit ZDF und ARTE zu sehen, drei davon im Wettbewerb. Dazu kommen zwei Filme in Un Certain Regard und eine Weltpremiere in Cannes Premiere.
Im Rennen um die begehrten Preise stehen „Gentle Monster“, „Das geträumte Abenteuer“ und „Minotaurus“. In Un Certain Regard laufen „Everytime“ sowie „Elephants in the Fog“, das in Zusammenarbeit mit ARTE entstand.
Cannes: Diese ZDF ARTE Filme laufen im Wettbewerb
„Gentle Monster“ von Regisseurin Marie Kreutzer begleitet zwei Frauen, deren Alltag von Männern und deren Schattenseiten geprägt ist. Lucy, gespielt von Léa Seydoux, zieht mit Philip, gespielt von Laurence Rupp, nach dessen Burnout aufs Land, während Elsa, gespielt von Jella Haase, bei der Polizei arbeitet und gleichzeitig die Verantwortung für ihren dementen Vater trägt.
„Das geträumte Abenteuer“ von Autorin und Regisseurin Valeska Grisebach rückt die Archäologin Veska, gespielt von Yana Radeva, in den Mittelpunkt. Sie trifft Saïd, gespielt von Syuleyman Letifov, wieder, der an der Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien ein Geschäft mit Benzinschmuggel plant, dann aber verschwindet, bevor der Deal abgeschlossen ist.
„Minotaurus“ von Regisseur Andrei Zvyagintsev erzählt von einem russischen Unternehmer, der zu Beginn des Überfalls auf die Ukraine ins Wanken gerät. Gleb, gespielt von Dmitriy Mazurov, verliert wichtige Mitarbeiter durch Abwanderung in den Westen und soll laut Regierungsbeschluss zusätzlich 14 Angestellte für die „Spezialoperation“ abstellen, während er gleichzeitig von einer Affäre seiner Frau erfährt.
Cannes: ZDFs „Everytime“ und „Elephants in the Fog“ in Un Certain Regard
In „Everytime“ von Regisseurin Sandra Wollner treffen eine Mutter, gespielt von Birgit Minichmayr, ihre Tochter, gespielt von Lotte Shirin Keiling, und ein Teenager, gespielt von Tristan Lopez, aufeinander. Ihre Reise führt sie bis nach Teneriffa, auf einen Familienurlaub, den es nie gab, und im grellen Licht beginnen Vergangenheit und Gegenwart zu verschwimmen.
„Elephants in the Fog“ von Regisseur Abinash Bikram Shah spielt in einem kleinen nepalesischen Dorf, das tief in einem von wilden Elefanten bewohnten Wald liegt. Pirati, gespielt von Pushpa Thing Lamaist, ist die Matriarchin einer Kinnar-Gemeinschaft und träumt davon, mit dem Mann, den sie liebt, in ein „normales“ Leben zu fliehen, doch das Verschwinden einer Tochter zwingt sie zu Nachforschungen.
Cannes: „Heimsuchung“ von Volker Schlöndorff feiert Weltpremiere
Außerhalb des Wettbewerbs kommt in der Sektion Cannes Premiere eine weitere ZDF ARTE Koproduktion zum Zug: Regisseur Volker Schlöndorff bringt „Heimsuchung“ nach dem Bestseller von Jenny Erpenbeck nach Cannes. Der Film spielt auf einem Grundstück an einem See nahe Berlin, das als Bühne für die Geschichten wechselnder Besitzer und ihrer Schicksale dient, geprägt von den Erschütterungen des 20. Jahrhunderts. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |