Camping-Saison in Rheinland-Pfalz startet: Preise leicht gestiegen
- Campingplatzbetreiber starten optimistisch in die Saison 2026. (Symbolbild)
- Foto: Arne Dedert/dpa
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Rheinland-Pfalz. Kurz vor den Osterfeiertagen starteten viele Campingplätze im Land in die neue Saison. Betreiber erwarten trotz gestiegener Preise und hoher Spritkosten eine gute Nachfrage. Erste Plätze sind bereits seit Ende März geöffnet und melden solide Buchungen.
Nach Angaben von Timo Koch, Vorsitzender des Verbands der Campingwirtschaft Rheinland-Pfalz und Saarland, sind auf einigen Anlagen noch spontane Anreisen möglich. Nicht alle Stellplätze seien belegt. Einige Campingplätze im Land öffnen jedoch erst später.
Einige Plätze starten erst Mitte April
Vor allem an der Mosel beginnt die Saison vielerorts erst Mitte April. Der lange Winter hat Spuren hinterlassen. Manche Flächen in Flussnähe sind noch zu nass für den Betrieb. Zudem liegt Ostern in diesem Jahr vergleichsweise früh im Kalender.
Preise für Camping leicht gestiegen
Campingurlaub bleibt im Bundesvergleich dennoch vergleichsweise günstig. Laut einer aktuellen Preisanalyse des ADAC kostet eine Übernachtung für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind in der Hochsaison 2026 im Schnitt rund 40 Euro. Damit liegt Rheinland-Pfalz knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt von 41 Euro.
Allerdings haben viele Betreiber ihre Preise im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Im Durchschnitt stiegen die Kosten um rund neun Prozent.
Ein wachsender Trend auf vielen Anlagen sind private Mietbäder. Diese befinden sich entweder als abgeschlossene Räume im Sanitärgebäude oder direkt am Stellplatz. Laut Verband erinnern sie eher an ein Hotelbad und bieten Urlaubern mehr Komfort und Privatsphäre.
Digitale Buchung noch nicht überall Standard
Bei der Digitalisierung gibt es in der Branche noch Nachholbedarf. Online-Buchungen oder eine direkte Verfügbarkeitsanzeige sind längst nicht auf allen Campingplätzen möglich. Der Verband arbeitet gemeinsam mit der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH daran, die Angebote im Land digital sichtbarer zu machen.
Oft fehlen noch passende Buchungssysteme oder technische Schnittstellen. Manche Betriebe verwalten ihre Belegung weiterhin klassisch mit Tabellen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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