Besuchereinbruch in Stuttgart: Waren frühere Zahlen beschönigt?
- Offiziellen Angaben zufolge kamen dieses Jahr deutlich weniger Besucherinnen und Besucher. (Archivbild vom 11.10.2026)
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Stuttgart. Für Wasen-Gäste bleibt offen, warum die Besucherzahl beim diesjährigen Cannstatter Volksfest im Vergleich zum Vorjahr so stark gesunken ist. Nach Angaben des Veranstalters kamen 2,5 Millionen Menschen auf den Wasen. Das waren mehr als 40 Prozent weniger als im Vorjahr mit 4,2 Millionen Gästen.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vermuten Beteiligte intern, dass Besucherzahlen in der Vergangenheit möglicherweise beschönigt worden sein könnten. Der frühere für den Wasen zuständige Abteilungsleiter Marcus Christen weist diesen Vorwurf entschieden zurück. „Das ist absoluter Quatsch“, sagte er der dpa. Es habe immer ein Zählsystem gegeben, das Besucher beim Betreten und Verlassen des Geländes erfasst habe. Er selbst habe daran nichts verändert oder Zahlen beschönigt.
Zählung per Kamera seit 2024
Seit 2024 werden die Besucher nach Angaben eines Sprechers der Veranstaltungsgesellschaft mit Kameras an den Ein- und Ausgängen gezählt. Die ermittelte Zahl werde zusätzlich durch eine Einschätzung der Polizei ergänzt. 2024 wurden 4,6 Millionen Besucher gezählt, 2025 waren es 4,2 Millionen.
Wie die Besucher vor 2024 erfasst wurden, teilte die Veranstaltungsgesellschaft zunächst nicht mit. Für 2023 wurden 4,3 Millionen Gäste genannt, für 2022 drei Millionen. 2021 war der Cannstatter Wasen wegen der Corona-Pandemie ausgefallen.
Keine Erklärung für den starken Rückgang
Die Veranstalterin hatte zuvor erklärt, für die deutliche Abweichung zum Vorjahr gebe es derzeit keine fundierte Erklärung. Deshalb wolle man nicht spekulieren. Zu den intern geäußerten Vorwürfen nimmt offiziell niemand Stellung. Zum Vergleich: Das Münchner Oktoberfest verzeichnete in diesem Jahr mit 7,4 Millionen Gästen einen Besucherrekord. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |