Ausladung am Hockenheimring: Veranstalter räumt Fehler ein
- Auftritte von Musikstars sind für Freitag und Samstag geplant. (Symbolbild)
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Hockenheim. Besucher des Glücksgefühle-Festivals erleben nach dem Streit um Alphaville ein Festival ohne den angekündigten Auftritt der Band am Hockenheimring. Nach der Ausladung wegen politischer Äußerungen hat Mitorganisator Markus Krampe den Verlauf der Debatte bedauert. Es sei ein Fehler gewesen, die Band auszuladen, sagte er am Rand des Festivals. „Das ist superdämlich gewesen."
Krampe sagte zugleich, er hätte sich gefreut, wenn Alphaville nach der Wiedereinladung doch aufgetreten wären. „Ich hätte es gut gefunden, wenn sie gekommen wären", sagte er. „Dann hätten wir vielleicht auch ein Zeichen setzen können." Die Band, bekannt durch den Hit „Forever Young", hatte sich trotz Entschuldigung gegen einen Auftritt entschieden.
Streit um politische Äußerungen
Hintergrund ist eine Bitte des Festivalveranstalters, bei Auftritten nicht über Politik zu reden. Danach mussten sich die Veranstalter gegen scharfe Kritik wehren. Unter anderem Campino und Culcha-Candela-Sänger Mateo kritisierten die Ausladung als Angriff auf Meinungs- und Kunstfreiheit.
Krampe hatte zuvor auf Instagram erklärt, Auslöser sei eine frühere Veranstaltung gewesen. Dort habe sich Alphaville-Sänger Marian Gold politisch geäußert. Gäste hätten sich im Nachhinein beschwert. Sie wollten beim Festival abschalten und nicht das hören, was sie ohnehin aus den Nachrichten kennen. Daraufhin habe er das Management gebeten, auf politische Äußerungen zu verzichten.
Festival läuft bis Sonntag weiter
Das Glücksgefühle-Festival dauert bis Sonntag, 6. September. Ex-Fußballnationalspieler Lukas Podolski und Markus Krampe organisieren es seit 2023. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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