41-jähriger Bruchsaler hantiert mit Chemikalien ** Update
Explosion im Wintergarten

Bruchsal. Nach einer Explosion ist in der Bruchsaler Goethestraße am Donnerstag kurz vor 14 Uhr ein Wintergarten in Brand geraten. Bei eigenen Löschversuchen ist ein 41 Jahre alter Bewohner durch Rauchgas leicht verletzt worden. Es entstand an dem Wintergarten ein Sachschaden von geschätzten 20.000 Euro. Dabei handelt es sich um eine überbaute Terrasse. Das angrenzende Wohnhaus wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Die Feuerwehr aus Bruchsal eilte mit starken Kräften vor Ort und konnte das Feuer bis gegen 14.20 Uhr löschen. Durch den Einsatz von Löschwasser kam es allerdings durch Reaktionen mit Chemikalien zu weiteren kleineren Explosionen, bei denen niemand verletzt wurde.
Derzeit sind Fachkräfte von Feuerwehr und Polizei damit beschäftigt festzustellen, um welche Gefahrstoffe beziehungsweise Chemikalien es sich dabei handelt. Nach den ersten Erkenntnissen hatte der 41-Jährige mit den noch unbekannten Stoffen herumhantiert. Das Kriminalkommissariat Bruchsal führt hierzu die weiteren Ermittlungen.

Update der Polizei vom 13. Dezember

Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Bruchsal haben nach der Detonation im Wintergarten eines Bruchsaler Wohnhauses ergeben, dass sehr wahrscheinlich eine unsachgemäße Lagerung von Chemikalien ursächlich dafür war.

Der 41-jährige Bewohner erklärte, er sei Hobbychemiker. Hierzu habe er frei erhältliche Chemikalien erworben, wovon ein Teil in einem Kühlschrank im betroffenen Wintergarten gelagert war. Vorbehaltlich weiterer Untersuchungsergebnisse liegt nahe, dass darin entstandenes Kondenswasser mit Natrium reagierte und zusammen mit den weiteren Stoffen eine heftige chemische Reaktion auslöste.

Die in der Folge sichergestellten Chemikalien wurden von einer Fachfirma abtransportiert und einer fachgerechten Lagerung zugeführt.

Gegen den 41-Jährigen wird nun wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt. Er hatte eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten und konnte nach ambulanter Behandlung die Klinik wieder verlassen, in die er nach dem Ereignis von einem Rettungsteam eingeliefert wurde. Anhaltspunkte auf eine extremistische Motivation des Mannes haben sich bisher nicht ergeben.

Autor:

Heike Schwitalla aus Karlsruhe

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