Aufmerksamer Sparkassen-Mitarbeiter verhindert Betrug

- Die Polizei schnappte Enkeltrick Betrüger
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Friedelsheim. Dank des schnellen Handelns eines aufmerksamen Bankmitarbeiters konnte am Mittwoch, 27. August, ein größerer Vermögensschaden zum Nachteil einer 88-jährigen Frau verhindert werden. Der Verdacht: Ein betrügerisches Trio hatte sich unter dem Vorwand dringend nötiger Handwerksarbeiten Zugang zur Seniorin verschafft – und forderte einen überhöhten Bargeldbetrag.
Verdacht auf Enkeltrick – Mitarbeiter verständigt sofort die Polizei
Gegen 12.45 Uhr informierte ein Mitarbeiter der Sparkasse Rhein-Haardt die Polizeiinspektion Bad Dürkheim. Eine Kundin hatte telefonisch einen ungewöhnlich hohen Geldbetrag zur Abholung bestellt – und im Hintergrund waren männliche Stimmen zu hören. Der Bankangestellte reagierte geistesgegenwärtig und vermutete zunächst einen Schockanruf oder einen Enkeltrick.
Polizei trifft Täter noch am Wohnhaus der Seniorin an
Eine sofort entsandte Polizeistreife konnte vor Ort einen 54-jährigen Mann antreffen. Ein zweiter Tatverdächtiger (36 Jahre) flüchtete zunächst, wurde jedoch kurz darauf in der Nähe gestellt. Im Zuge weiterer Ermittlungen konnte auch ein dritter Beteiligter (27 Jahre) identifiziert werden.
Polizei bestätigt Betrugsmasche: “Dachhaie” fordern Bargeld für angebliche Renovierungen
Wie die Kriminalpolizei später ermittelte, handelte es sich bei den drei Männern um sogenannte “Dachhaie” – eine bundesweit bekannte Betrugsmasche: Die Täter geben sich als Handwerker aus, täuschen akute Baumängel vor und drängen ihre Opfer zu schnellen Bargeldzahlungen. In diesem Fall hatte die 88-Jährige bereits den hohen Geldbetrag bei der Bank bestellt – zum Glück ohne ihn übergeben zu haben.
Tatverdächtige polizeibekannt – weitere Fälle nicht ausgeschlossen
Die drei Männer sind bereits polizeilich in ähnlichen Fällen in Erscheinung getreten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie zunächst auf freien Fuß gesetzt. Ob sie am selben Tag noch weitere Hausbesitzer kontaktiert haben, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Polizei warnt: Keine Barzahlungen an der Haustür – bei Verdacht sofort 110 wählen
Die Polizei appelliert an Bürgerinnen und Bürger, bei ungewolltem Besuch vermeintlicher Handwerker, ungewöhnlichen Geldforderungen oder Drucksituationen an der Haustür grundsätzlich misstrauisch zu sein. Barzahlungen ohne schriftliche Vereinbarung sollten nie vorgenommen werden. Im Zweifel: Polizei über 110 verständigen. [red]
Autor:Reiner Bohlander aus Frankenthal |
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