Adler Mannheim am Freitag zum Ligastart gegen die DEG
Mit viel Elan in die neue Spielzeit

Der neue starke Mann hinter der Adler-Bande: Pavel Gross.

Eishockey. In wenigen Tagen startet die Deutsche Eishockey-Liga in ihre 25. Spielzeit. Es ist eine Jubiläumssaison. Viele Mannschaften, viele unvergessene Spieler haben in diesem Vierteljahrhundert der Liga ihren Stempel aufgedrückt. Die Eisbären Berlin holten in dieser Zeit siebenmal den Titel, die Adler durften sechsmal den Meisterpokal in die Höhe recken. In den vergangenen drei Jahren dominierten die Roten Bullen aus München die Liga. An dieser Dominanz wollen die Adler wieder rütteln und haben ihr Team personell neu aufgestellt. Mit Pavel Gross als Chefcoach und Mike Pellegrims (Assistent-Coach) haben zwei ehemals erfolgreiche Adler-Spieler den Weg zurück hinter die Mannheimer Bande gefunden. Ergänzt mit fachkundigen Leuten wie Manager Jan-Axel Alavaraa und vielen neuen Spielern wollen die Kurpfälzer ihrer treuen Fangemeinde wieder richtig gutes und attraktives Eishockey anbieten. Mit fünf Siegen und vier Niederlagen liest sich die Bilanz der sechswöchigen Vorbereitung durchwachsen. Doch für Pavel Gross sind die Ergebnisse erstmal nicht primär das Wichtigste. Dem einstigen Filigrantechniker, als Trainer ein akribischer und unermüdlicher Arbeiter, geht es darum aus den vielen guten Spielern eine harmonische Einheit zu bilden. Und solche Gewöhnungsprozesse brauchen (ihre) Zeit. Beim ersten Auftritt auf heimischem Eis am vergangenen Freitag im traditionsreichen Duell gegen den ewigen Rivalen, die Frankfurter Löwen (7:4), sahen die 9688 Zuschauer ein munteres Freundschaftsspiel gegen das DEL 2-Team aus Hessen. Von den sieben erzielten Adler-Toren gingen ganze fünf auf das Konto von Neuzugängen.
Neben dem Finnen Tommi Huthala durfte sich auch der kurzerhand ins Team geholte Jungadler Louis Brune über einen doppelten Torerfolg freuen. „Es war schon ein ganz besonderes Erlebnis in die Halle einzulaufen und dann vor dieser Wand von Fans zu stehen. Vor so vielen Zuschauern habe ich bisher noch nie gespielt. In Iserlohn waren es mal in der Schülerbundesliga über 2000 Zuschauer, aber das kann man mit heute nicht vergleichen“ war der 18-jährige Jungadler-Stürmer, der zuletzt beim DEL 2-Kooperationspartner Heilbronner Falken in der Vorbereitung zugange war, von seinem ersten Auftritt im Adler-Trikot durchaus überwältigt. „Vor dem Spiel war ich schon sehr nervös, aber als ich dann auf dem Eis stand hat sich das rasch gelegt. Adler-Kapitän Marcus Kink, der mir ja auch mein erstes Tor super aufgelegt hat, hat mich nach dem Spiel gefragt, ob ich denn heute überhaupt schlafen könne. Ich glaube das geht ganz gut, nur vor dem Spiel habe ich noch versucht mal eine halbe Stunde zu schlafen, das ging nicht so gut“, berichtete der junge Doppeltorschütze. „Er hat das gut gemacht und es ist für eine Organisation ja auch wichtig das junge Spieler nachdrängen, das stärkt den Konkurrenzkampf“, nahm Adler-Headcoach Pavel Gross Brune auch zum letzten Testspiel nach Köln mit. Auch der Kanadier Brendan Mikkelson traf bei seinem Debüt in der SAP Arena. Neben dem laufstarken Verteidiger Mark Katic hinterließ besonders der omnipräsente und NHL-erfahrene Ben Smith einen starken Eindruck im Adler-Trikot. Es griff längst nicht ein Rädchen ins andere, doch ansatzweise war durchaus zu erkennen, welchen Spielstil Pavel Gross seiner Mannschaft mit auf den Weg geben möchte. Schnelles, direktes Spiel vor das gegnerische Tor und Gegenangriffe so früh wie möglich zu stören. Immer dann wenn der hessische Zweitligist „aufmüpfig“ wurde, gaben die Adler die passende Antwort und hatten schließlich verdientermaßen das bessere Ende für sich. Nicht zu verachten, die Tatsache, dass einige der arrivierten Stammkräfte verletzungsbedingt fehlten. Beim letzten Vorbereitungsspiel in Köln gab es zwei Tage nach dem Heimsieg gegen Frankfurt zwar eine 1:5-Niederlage, doch Testspiele sind nun einmal, wie es der Name schon sagt, eben zum testen da und nur bedingt aussagekräftig.
Richtig gilt es erst in der DEL-Saison, wenn es endlich wieder um Punkte geht und selbst hier ist dem sowohl auf dem Eis als auch hinter der Bande neu formierten Adler-Team Zeit einzuräumen, bis die Dinge richtig greifen können. Auf jeden Fall darf man auf den Ligaaufakt am kommenden Freitag gegen die Düsseldorfer EG (19.30 Uhr) gespannt sein. pete|va

Verlosung: 
Für das Spiel gegen die Iserlohn Roosters am Dienstag, 2. Oktober verlost das Wochenblatt Karten. Schicken Sie eine email mit dem Stichwort „Roosters“ an adler@suewe.de gewinnen. Anschrift und Telefonnummer nicht vergessen. Einsendeschluss ist Sonntag, 23. September.

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