Duale Ausbildung mit Hochschulstudium verzahnt
Lehre PlusHS

Direkter Kontakt zu Handwerkern beim „Tag des Handwerks“ Foto: ps
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Ausbildung. Handwerkskammer präsentiert gemeinsam mit Wissenschaftsminister, Kaiserslauterer Unternehmen, Hochschule und Berufsbildender Schule neues Ausbildungsmodell
Das Pilotprojekt LehrePlusHS verbindet die berufliche Ausbildung systematisch mit Modulen des berufsbegleitenden Bachelorstudiums. Die Handwerkskammer der Pfalz kooperiert dabei mit der Hochschule Kaiserslautern und der Berufsbildenden Schule I Technik Kaiserslautern. Dieses innovative Modell bietet die Möglichkeit, dreieinhalb Jahre lang eine Ausbildung und gleichzeitig Module eines berufsbezogenen Studiums zu absolvieren. Die dort gesammelten ECTS-Punkte werden nach der Ausbildung sowohl auf ein eventuell anschließendes berufsbegleitendes Studium als auch auf Teile der Meistervorbereitung angerechnet. Das Angebot richtet sich an Abiturienten, die sich für eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik interessieren. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf sieht in der LehrePlusHS eine optimale Möglichkeit, die duale Ausbildung attraktiver zu gestalten und die Durchlässigkeit der Bildungswege zu erhöhen. „Die jungen Menschen sollen sich je nach ihrer Begabung und ihren Interessen für den einen oder den anderen Weg entscheiden können“, meinte Wolf. Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, hebt hervor, dass bewusst auf eine Verkürzung der Lehrzeit verzichtet werde, um eine möglichst umfassende Ausbildung zu gewährleisten. „Wir wollen das bewährte Ausbildungsmodell stärken und während der Ausbildungszeit optimale Kompetenzen vermitteln“, erläutert Hellrich die Zielsetzung. „Dem Auszubildenden stehen anschließend alle Türen für die Planung seiner persönlichen Karriere offen.“ Gerade die Meisterausbildung sei der Königsweg für eine erfolgreiche handwerkliche Karriere. Auch bei Abiturienten bestehe häufig der Wunsch, etwas Handwerkliches tun zu wollen und sich erst nach einer Ausbildung für den weiteren Werdegang entscheiden zu müssen. Für die Vorlesungszeiten, die in der Regel alle zwei Wochen freitags und samstags stattfinden sollen, werden die Auszubildenden von ihrem Betrieb freigestellt. Durch diesen Zeitplan soll die zeitliche Belastung der jungen Leute in vertretbaren Grenzen gehalten werden.
Durch die LehrePlusHS rücke die berufliche und die akademische Bildung weiter zusammen und die Jugendlichen hätten mehr Zeit, zukunftsweisende berufliche Entscheidungen zu treffen. „Im Übrigen ist es sicherlich von Vorteil, bereits vor einem Studium eine Ausbildung absolviert zu haben und daneben an der Kaiserslauterer Hochschule praxisbezogen studieren zu können“, so Hellrich. „Die Grenzen zwischen Meister und Akademiker scheinen sich aufzulösen“, sieht der Präsident der Hochschule Prof. Dr. Hans-Joachim Schmitt die Zeit für dieses Modell gekommen. „Es passt gut zur Strategie der Hochschule der berufsbegleitenden Studiengänge.“
Bereits weitere Unternehmen aus dem Umkreis haben Interesse bekundet, nach dem neuen Modell auszubilden. ps

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