Kolpingsfamilie Kaiserslautern-Zentral on Tour
Umfangreiches Angebot beim Ferienprogramm

Kolpingmitglieder beim evangelischen Teil bei der Führung
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  • Kolpingmitglieder beim evangelischen Teil bei der Führung
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Kolpingsfamilie Kaiserslautern-Zentral. Ein Sommer der Superlative ging zu Ende, nicht nur was die Temperaturen betraf, sondern auch das Ferienprogramm das Kolpingsfamilie Kaiserslautern-Zentral. Mitglieder und Gäste konnten, ihren Interessen entsprechend, ein Schmankerl im umfang- und ideenreichen Angebot finden. Ob Bildung, Reiselust, Sport oder Kontaktpflege − die Vorstandschaft hatte an alles gedacht.
Ende Juni begann das Programm mit der Besichtigung der gotischen Stiftskirche St. Ägidius in Neustadt. Beeindruckend war die Führung, die die Geschichte und Architektur dieses Gotteshauses erläuterte. So diente die Kirche den Wittelsbachern als Grabkirche mit einer ewigen Meßstiftung. Die Stifterintenion ist seit 2010 wieder aufgelebt. Höhepunkt war der Aufstieg auf den Südturm. Bei nahezu 40 Grad wurden die 184 Stufen erklommen, das Uhrwerk von 1949 und die fünf Glocken passiert und letztendlich erreichte die Gruppe das Türmerhaus mit seiner umlaufenden Ansichtsgalerie. Der atemberaubende Blick, bis zum Heidelberger Schloss an diesem Abend reichend, entschädigte voll und ganz für den anstrengenden Aufstieg. Abwärts ging es vorbei an der gewaltigen Kaiser-Rupprecht-Glocke, 1949 beim Bochumer Verein gegossen und mit 14.000 Kilogramm die größte Gussstahlglocke der Welt. Zum Abschluss besuchte die Gruppe eines der ältesten Neustadter Gasthäuser. Die vielen gewonnenen Eindrücke waren Gesprächsstoff auf der Zugfahrt nach Kaiserslautern.
In der Woche darauf fand das traditionelle Minigolf-Turnier am Gelterswoog statt. Dem Sieger mit einem Handycap von 47 Punkten überreichte der Vorsitzende einen Wanderpokal.
Und wieder war die Gruppe mit dem Zug unterwegs, dieses Mal nach Worms. Die Führung im kleinsten der drei rheinischen Kaiserdome (1130-1181) war für die Gruppe ein ganz besonderes Erlebnis. Domprobst Tobias Schäfer hatte sich persönlich Zeit genommen. In einer fast zwei stündigen Führung erläuterte er alles Wissenswerte über dieses gewaltige Bauwerk, die Grabkirche der Vorfahren von Kaiser Konrad II., sei es Geschichte, romanische Kirchenbaukunst, den Altar von Balthasar Neumann bis hin zum neuesten Werk, dem Zelebrationsaltar aus gestampftem Lehm, in dem auch Erinnerungsstücke von Wormser Bürgern verarbeitet wurden.
In der folgenden Woche bekamen die Natur- und Gartenfreunde ihr Schmankerl. Im Zenit des Sommers war der Besuch im Kräutergarten Klostermühle in Edenkoben der optimale Treffpunkt: Lavendelbeete und blühende Sträucher − ein Fest für alle Sinne. Das kleine Paradies unterhalb der Villa Ludwigshöhe war eine Oase der Ruhe und Stille. Beim Rundgang durch diese zauberhafte Anlage erfuhr die Gruppe viel über Heilkräuter und deren Anwendung. Somit war dieser Trip in die Südpfalz gleichzeitig eine kleine medizinische Exkursion, die ihren Abschluss in St. Martin in einem gemütlichen Weinlokal fand.
Ein Abendspaziergang um den Vogelwoog bei Kaiserslautern stand auch im Programm. Nur die Allereifrigsten konnten sich dazu aufraffen, um den Woog zu spazieren, die Gemütlichkeit der dortigen Gartenwirtschaft war zu verlockend.
Die letzten beiden Ferienwochen dienten ausschließlich der Kontaktpflege mit benachbarten Kolpingfamilien. Auf die Klosterwiese bei Maria Schutz hatte die Kolpingsfamilie Kaiserslautern-Ost die Kolpingfamilien Hochspeyer und Kaiserslautern-Zentral eingeladen. Bei pfälzischen Köstlichkeiten und einer unterhaltsamen Runde „Wikingerschach“, mit der Kolpingfamilien Kaiserslautern-Zentral als Sieger, war es ein vergnüglicher Abend.
Auch das jährliche Treffen mit der Kolpingfamilie Otterbach, dieses Jahr in Otterbach, mit Flammkuchen nach Wunsch, fehlte nicht im Programm. Unter den Gästen weilte auch Pater Ignacimuthu aus Indien, der in seiner Heimat ein Kinderheim unterhält und unter anderem Unterstützung durch die evangelischen und katholischen Frauen Otterbachs und der Kolpingfamilie Otterbach erfährt.
Ein äußerst gelungenes Fest, bei dem viele helfende Hände nötig waren, war das traditionelle Erbsensuppe-Essen der Kolpingfamilie, das in diesem Jahr zum 60. Mal und an neuem Ort statt fand. Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Maria, war auf der Pfarrwiese alles vorbereitet. Alle Tische unter den bunten Marktschirmen waren dicht besetzt. Beim Gottesdienst und zur Unterhaltung am Nachmittag spielte das Kolpingblasorchester Kaiserslautern.
So ging dieser Feriensommer mit einem weiteren Höhepunkt zu Ende. Viele neue Eindrücke und Erfahrungen haben das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.ps

Autor:

Frank Schäfer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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