Handwerkskammer stellt aktuelle Wirtschafts- und Ausbildungssituation vor
Gute Wirtschaftslage und leicht steigende Ausbildungszahlen

HWK. In der letzten Sitzung der Vollversammlung der Handwerkskammer der Pfalz in dieser
Wahlperiode hat Präsidentin Brigitte Mannert eine positive Wirtschaftsbilanz für das erste Halbjahr gezogen. In ihrem Sachstandsbericht bezeichnete Mannert das zurückliegende Jahr erneut als gutes Jahr für das pfälzische Handwerk.
Nach der aktuellen Frühjahrs-Konjunkturumfrage beurteilten die pfälzischen Handwerksunternehmen ihre Geschäftslage seit mehreren Jahren überaus positiv. Konstant gute Rahmenbedingungen und der milde Winter sorgten für weiterhin stabile Verhältnisse im pfälzischen Handwerk. „Einzig im Kraftfahrzeuggewerbe zeigt sich eine leichte Eintrübung im Vergleich zum Vorjahr“, so die Präsidentin. Weit über die Hälfte der Betriebe gaben bei der Umfrage an, dass ihre Auslastung bereits im ersten Quartal bei über 80 Prozent liege. Die durchschnittliche Auftragsvorlaufzeit − also der Zeitraum von der Auftragserteilung bis zur -ausführung − betrage derzeit im Schnitt etwas mehr als zehn Wochen. Dies sei vor allem bei den Bau- und Ausbauhandwerken spürbar,
wo der hohe Fachkräftebedarf zu Kapazitätsengpässen und damit verbundenen langen Wartezeiten für die Kunden führe.
In ihrem Bericht zur Ausbildungssituation wies die Kammerpräsidentin darauf hin, dass sich die Ausbildungslage – ähnlich wie im letzten Jahr – leicht verbessert habe. Wie Hauptgeschäftsführer Dr. Till Mischler ausführte, trügen die zahlreichen Berufsorientierungsmaßnahmen
und Initiativen der Handwerkskammer erste Früchte. Gut besuchte Veranstaltungen in Schulen und in den Bildungszentren der Handwerkskammer hätten sich als geeignete Instrumente erwiesen, um für Nachwuchs im Handwerk zu werben. Dazu gehörten etwa die Ausbildungsmesse „Spannende Perspektiven“, die Ferienwerkstätten und
auch die Berufsorientierungswerkstatt am Altenhof.
Das neueste, vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium geförderte Projekt der Handwerkskammer sei der Einsatz von Auszubildenden, jungen Gesellen und Jungmeistern als Ausbildungsbotschafter. Diese seien an Schulen und in Veranstaltungen tätig, wo sie authentisch von ihrem Werdegang berichten und so junge Menschen für eine Karriere
im Handwerk begeistern möchten, erläuterte der Hauptgeschäftsführer das Konzept. „Außerdem setzen wir mit unseren Informationsmaßnahmen auch verstärkt bei Personengruppen an, die als Berufswahlbegleiter fungieren, wie etwa Lehrer und Eltern, die wir zu pädagogischen Nachmittagen und Elterncafés einladen“, so Mannert.
In ihrer Rede forderte Mannert die Politik auf, für geeignete Rahmenbedingungen zu sorgen, um die Attraktivität einer handwerklichen Ausbildung wahrnehmbarer zu machen. So sei eine Erhöhung des Aufstiegsbonus eine geeignete Maßnahme, die Gleichwertigkeit akademischer und beruflicher Bildung zu manifestieren. Darüber hinaus mahnte sie an, bereits in der Schule grundlegende handwerkliche Fertigkeiten zu vermitteln, damit Kinder und Jugendliche früh mit dem Handwerk in Berührung kämen. Nicht zuletzt sei eine umfassende Weiterbildungsstrategie in Zusammenarbeit mit den politisch Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene erstrebenswert. „Es geht uns dabei um eine Bündelung von bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, um auf Veränderungen der Arbeitswelt durch den digitalen Wandel nicht nur zu reagieren, sondern ihn aktiv in die Hand zu nehmen“, so Mannert.
Zum Abschluss der Legislaturperiode dankte die scheidende Präsidentin den Mitwirkenden in Vollversammlung und Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Im Herbst wird sich eine neue Vollversammlung konstituieren und Vorstand und Präsidium für fünf Jahre neu wählen.
Für ihre ehrenamtliche Mitarbeit in Vollversammlung und Prüfungsausschüssen wurde Angelika Wöhlert mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.ps

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