SWS senken Strom- und Gaspreise – nur Fernwärme wird teurer
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Speyer. Die Stadtwerke Speyer (SWS) senken zum 1. Januar 2026 für den Großteil ihrer Haushalts- und Gewerbekunden die Strom- und Erdgaspreise. Im Bereich Fernwärme kommt es dagegen zu einer Preiserhöhung. Der SWS-Aufsichtsrat hat die Anpassungen in einem aktuellen Umlaufbeschluss bestätigt.
„Unsere nachhaltige Beschaffungsstrategie sorgt für stabile Preise. Sie ermöglicht für 2026 maßgeblich die Preissenkung für Strom und Erdgas für Haushalte und Gewerbekunden“, erklärt SWS-Geschäftsführer Georg Weyrich. Weitere Preisbestandteile – wie zum Beispiel erhöhte gesetzliche Abgaben und Netzentgelte für Erdgas – würden dadurch aufgefangen. Zusätzlich wirke sich die Abschaffung der Gasspeicherumlage preisdämpfend aus. Im Strom senken fallende Netzentgelte den Arbeitspreis.
„Da das Zusammenspiel zahlreicher Faktoren bei Preisanpassungen sehr komplex ist, informieren wir unsere Kundinnen und Kunden in den kommenden Tagen in individuellen Schreiben mit Erläuterungen zu ihren jeweiligen Verträgen“, führt der Geschäftsführer weiter aus. Bei einem beispielhaften jährlichen Stromverbrauch von 3.000 Kilowattstunden sparen Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung rund 146 Euro (brutto). Das entspricht etwa 11,6 Prozent.
Für Haushalte mit einem Erdgasverbrauch von über 5.800 Kilowattstunden – in der Regel Heizgaskunden – ergibt sich ebenfalls eine Entlastung. Bei einem Beispielverbrauch von 18.000 Kilowattstunden reduziert sich der Preis in der Grundversorgung um rund 60 Euro (brutto) jährlich, ein Rückgang um etwa 2,4 Prozent. Für Haushalte mit geringerem Gasverbrauch bleiben die Preise stabil oder steigen leicht.
Bei Sonderverträgen für Strom und Erdgas variieren die Werte je nach Tarif und liegen in einer vergleichbaren Größenordnung. Zum Jahreswechsel steigen die Fernwärmepreise im Versorgungsgebiet Speyer. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 10.000 Kilowattstunden und einem Grundpreis bis 15 Kilowatt beträgt die Erhöhung rund 4,46 Euro (brutto) pro Monat, was einer Steigerung von 3,9 Prozent entspricht. Gründe für die Anpassung sind höhere Kosten für Netzoptimierungen sowie gestiegene personelle und planerische Aufwendungen.
„Zuletzt wurden die Fernwärmepreise zum 1. Januar 2025 gesenkt und liegen auch zum 1. Januar 2026 noch unter dem Niveau von vor zwei Jahren“, erläutert Georg Weyrich abschließend.
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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