„GOTT“ im Theaterhaus – Zuschauer diskutieren über Leben und Tod
- Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) lädt ins Theaterhaus nach Speyer und zeigt den Kinofilm „GOTT“ von Ferdinand von Schirach
- Foto: Constantin Film
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Speyer. Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) lädt am Dienstag, 28. April, um 15 Uhr ins Theaterhaus nach Speyer. Gezeigt wird der Kinofilm „GOTT“ von Ferdinand von Schirach.
Richard Gärtner, ein 78-jähriger ehemaliger Architekt, gespielt von Matthias Habich, hat einen Wunsch: Er möchte sein Leben beenden. Aber er will dies nicht im Ausland tun, sondern legal, mit der Unterstützung seiner Hausärztin. Die Situation von Richard Gärtner wird vor dem Ethikrat diskutiert. Die Debatte dreht sich nicht darum, welche Arten von Sterbehilfe für Ärzte straffrei sind, sondern ob Ärzte den Wunsch eines lebensmüden Patienten erfüllen dürfen - unabhängig davon, ob der Patient jung oder alt, gesund oder krank ist.
Dr. Keller, ein Mitglied des Ethikrates und gespielt von Ina Weisse, befragt Experten und lässt sie ihre Meinungen äußern. Am Ende wendet sich die Vorsitzende direkt an das Publikum mit der Frage: Soll Richard Gärtner das tödliche Medikament erhalten, um sein Leben selbstbestimmt zu beenden?
Freitodbegleitungen sind in Deutschland legal und finden in einem gesicherten Rechtsrahmen statt. In dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 wird als einzige Voraussetzung die Freiverantwortlichkeit der Sterbewilligen gefordert. Jeder darf helfen - auch alle Ärzte und professionellen Organisationen.
Im Anschluss an die Filmvorführung in Speyer besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit Reinhard Konermann, DGHS-Kontaktstellenleiter Südwest. Inhaltlich geht es um die rechtliche Situation der Suizidhilfe in Deutschland sowie um die Umsetzung des ärztlich assistierten Freitods. Karten gibt es im Vorverkauf oder an der Tageskasse des Kinos.
Die DGHS hat seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Februar 2020 mehr als 2300 Menschen an professionelle Freitodteams vermittelt. Diese bestehen aus einer Jurist:in und einer Ärzt:in.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.