Stadtwerke Speyer machen 1,4 Millionen Euro Gewinn – das passiert jetzt mit dem Geld
- Wenn Stadtwerke Netze ausbauen, soll die Versorgung im Alltag zuverlässig bleiben.
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Speyer. Die Stadtwerke Speyer schließen das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 1,4 Millionen Euro ab und lassen das Geld im Unternehmen. Der Aufsichtsrat entschied am Dienstag, 24. Juni, den Jahresgewinn dem Eigenkapital zuzuführen. Der Stadtrat stimmte am Tag nach der Aufsichtsratssitzung zu.
Damit reagieren Stadt und Stadtwerke auf die hohen Investitionen, die das Geschäftsjahr geprägt haben. Die Stadtwerke steckten nach eigenen Angaben vor allem in Strom-, Fernwärme-, Wasser- und Glasfasernetze.
Mehr Investitionen, niedrigere Eigenkapitalquote
Im Berichtsjahr sank die Eigenkapitalquote von 53,0 Prozent auf 47,6 Prozent. Grund dafür ist die gestiegene Bilanzsumme. Mit der Thesaurierung des Jahresergebnisses wollen die Stadtwerke die Kapitalbasis stärken und Spielraum für weitere Investitionen schaffen, wie die Stadtverwaltung mitteilt.
SWS-Geschäftsführer Georg Weyrich stellte den Jahresabschluss in der Aufsichtsratssitzung am Dienstag, 24. Juni, vor. Das Ergebnis liegt über dem geplanten Zielkorridor. Nach der Übernahme der Jahresfehlbeträge des Sport- und Erlebnisbads bademaxx und der Verkehrsbetriebe Speyer schließen die Stadtwerke mit dem Gewinn von 1,4 Millionen Euro ab. Im Vorjahr lag der Gewinn bei 3,5 Millionen Euro.
Die Stadtwerke begründen den Rückgang unter anderem mit niedrigeren Erträgen aus Beteiligungen an Windenergiegesellschaften sowie einer schwächeren Ergebnisentwicklung im Stromgeschäft.
Die Konzessionsabgabe an die Stadt lag bei 2,4 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 2,3 Millionen Euro.
Investiert haben die Stadtwerke 22,6 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 14,5 Millionen Euro. Ein großer Teil floss in Erweiterungs- und Ersatzmaßnahmen in Strom-, Erdgas-, Fernwärme- und Wasserinfrastruktur mit 11,5 Millionen Euro. Der Glasfaserausbau machte 5,1 Millionen Euro aus. Weitere Investitionen betrafen Photovoltaikanlagen mit 310.000 Euro sowie Informationstechnologien mit 861.000 Euro.
Das Sport- und Erlebnisbad bademaxx schloss mit einem negativen Jahresergebnis von minus 2.025.000 Euro ab. Im Vorjahr lag es bei minus 1.901.000 Euro. Das Ergebnis fiel trotz gestiegener Besucherzahlen schlechter aus. Als Ursache nennen die Stadtwerke insbesondere gestiegene Betriebsaufwendungen.
Zum Mittwoch, 31. Dezember, beschäftigten die Stadtwerke 319 Mitarbeitende. Im Vorjahr waren es 309. Die Ausbildungsquote lag mit 28 jungen Menschen bei fast neun Prozent, nach 21 im Vorjahr.
Auch die Verkehrsbetriebe Speyer (VBS), eine hundertprozentige Tochter der Stadtwerke, schlossen das Wirtschaftsjahr mit einem Fehlbetrag ab. Er lag bei 730.000 Euro. Im Vorjahr waren es 1.137.000 Euro. Den Fehlbetrag glichen die Stadtwerke aus. Als Grund für die Reduzierung des Defizits nennen sie erhöhte Erträge aus der Einnahmenaufteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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