Mit dem Hubschrauber nach Speyer
Sankt Vincentius nimmt französischen Corona-Patienten auf

Im Gespräch: Dr. med. Oliver Niederer (re), Chefarzt der Klinik für Anästhesie 
und Intensivmedizin mit Weaning-Zentrum
  • Im Gespräch: Dr. med. Oliver Niederer (re), Chefarzt der Klinik für Anästhesie
    und Intensivmedizin mit Weaning-Zentrum
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Speyer. Das Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer hat gestern Nacht  gegen 1 Uhr einen französischen Patienten auf die Intensivstationaufgenommen. Der 67-jährige Mann, der schwer an Covid-19 erkrankt ist, wurde zur weiteren Behandlung und Beatmungsentwöhnung aus einer Klinik
in Colmar nach Speyer verlegt.

Ein Arzt des Hôpitaux Civils de Colmar hatte am Tag zuvor Kontakt mit der Intensivstation  des Sankt Vincentius Krankenhauses aufgenommen und um Hilfe gebeten.  Bereits am 13. März war der Patient von seinem Hausarzt wegen eines  bestehenden grippalen Infekts ins Krankenhaus eingewiesen worden, wo er sofort  beatmet werden musste. Aufgrund der dramatischen medizinischen Situation  im Elsass, das als Epizentrum der Pandemie in Frankreich gilt, kam der Patient  per Hubschrauber in der Nacht nach Speyer, wo er nun auf der Intensivstation weiterbehandelt wird.

„Sein Kreislauf ist stabil“, berichtet Dr. Oliver Niederer, Chefarzt der Klinik fürAnästhesie und Intensivmedizin, „dennoch gehen wir davon aus, dass die weitere Behandlung lange dauern wird, da die Lungenfunktion deutlich eingeschränkt ist.“  Das Weaning-Zentrum Speyer, das bereits 2010 vom damaligen Chefarzt und jetzigem Medizinischen Fachberater der Stadt Speyer Dr. Klaus-Peter Wresch  gegründet wurde, ist in die interdisziplinäre 14-Betten-Intensivstation des Sankt Vincentius Krankenhauses integriert. Sie wird seit Oktober 2019 von Dr. Oliver Niederer als Chefarzt geleitet.

Ziel des Weanings ist es, schwerstkranke Patienten mit Langzeitbeatmung vomRespirator zu entwöhnen. Dabei ist die Entwöhnung Bestandteil eines umfassenden Therapiekonzepts. Erfahrene Intensivmediziner, Lungenfachärzte und Schmerztherapeuten, Intensivpflegekräfte sowie Atmungstherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden arbeiten dabei eng zusammen.

Um feststellen zu können, ob der Patient noch immer infektiös ist, wurde er bereitsgestern Nacht erneut auf das Corona-Virus getestet. Mit dem Ergebnis wird am Montag gerechnet. ps

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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